Neues Hippodrom mit Tom Kriegenherdt an der P1-Bar

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Tom Kriegenherdt im neuen Hippodrom im Postpalast

Ex-8seasons-Geschäftsführer Tom Kriegenherdt soll im neuen Hippodrom im Postpalast mit einer P1-Bar für zusätzlichen Szeneflair sorgen. Wir haben ihn zum Interview gebeten.

Nach einem Jahr Oktoberfest-Pause taucht das Kult-Zelt im Postpalast nahe der Theresienwiese wieder aus der Versenkung auf. Allerdings ist das neue Hippodrom kein Festzelt mehr, sondern befindet sich als integraler Bestandteil in den festen Gemäuern des kreisrunden Postpalasts an der Hackerbrücke. Die neue Umgebung, die 1.800 Gästen Platz bietet, ist ganz nach dem Geschmack von Gastgeberin Tina Krätz: „Dieser schöne historische Bau erinnert an eine Manege, was wiederum gut zum Hippodrom mit seiner Pferde-Tradition passt“, erklärt die Frau von Promi-Wirt Sepp Krätz. Sie empfängt gemeinsam mit Co-Gastgeberin Johanna Barsy ab Freitag, den 18. September bis Samstag, den 3. Oktober Abend für Abend Wiesn-Fans, die gerne wieder mal Hippo-Luft schnuppern wollen.

Aber die beiden sind nicht die einzigen Gastwirte, die den Startschuss am Freitag mit DJ Ötzi kaum mehr erwarten können. Denn auch ein weiterer Szene-Gastronom, der sich in letzter Zeit ein wenig zurückgezogen hat, freut sich darauf, mal wieder Gastgeber spielen zu dürfen. Ex-8seasons-Betreiber Tom Kriegenherdt steht 16 Tage lang hinter dem Tresen der P1-Bar, die zusätzliches Szeneflair ins Hippodrom bringen soll. Wir trafen den sehr gut erholten Tom wenige Tage vor dem Startschuss zum Interview:

Hallo Tom, man hat ja länger nichts mehr gehört von dir. Erzähl bitte mal: Wie ist es dir nach dem 8seasons-Aus am Maximiliansplatz ergangen?
Tom: Das war natürlich eine nicht so schöne Erfahrung, aber zugleich war ich auch dankbar, dass ich mal Luft holen konnte. Ich bin ja seit Juni 2014 Vater von Zwillingen. So konnte ich mich also mal intensiv um meine Familie kümmern. Wir sind zuletzt viel herumgereist und haben den Sommer in München und in Europa genossen. Das hat echt gutgetan. Man kriegt wieder Lust zu arbeiten und auf neue Projekte.

Wie kam es zu der Idee, dass du federführend das sogenannte P1-Wiesnstüberl im Hippodrom betreust?
Tom: Ich hatte ein privates Gespräch mit Franz Rauch vom P1, den ich ja schon viele Jahre kenne. Dabei erzählte er mit von diesem Projekt und fragte mich, ob ich ihn unterstützen könnte. Ich sagte ihm, grundsätzlich wäre das schon möglich, und wir wurden uns dann schnell einig. Anschließend hab ich mir in Abstimmung mit dem P1 ein nettes Team querbeet aus dem Nachtleben zusammengesucht.

Was wird an der P1-Bar alles geboten sein?
Tom: Die grundsätzliche Idee war, im Hippodrom ein kleines Mini-P1 zu etablieren. Daher kommen auch die DJs, die nach der Liveband spielen, vom P1. Unsere Deko an der Bar ist auch nicht ganz so traditionell, sondern mit verspiegelten Flächen, Discokugeln und Lichteffekten im P1-Stil aufgepeppt. Wir haben auch einen Sitzbereich hinter der Bar, in dem man – wie im Club auch – Tische reservieren kann.

Wer mag, kann gern auch schon am frühen Abend zu uns kommen. Genauso gern kümmern wir uns aber auch um die Duracell-Leute, die normalerweise erst um 1 Uhr aus dem Weinzelt fallen. Zu guter Letzt haben wir auch noch einen Shuttle-Service ins P1 für die ganz Unermüdlichen.

Zeit für private Wiesn-Besuche bleibt bei deinem Arbeitspensum wohl nicht mehr, oder?
Tom: Ich war noch nie der, der mindestens zehn Tage pro Jahr auf die Wiesn gegangen ist. Aber am letzten Wiesn-Sonntag werde ich mit der Familie noch mal gehen, nach unserem letzten Abend im Hippodrom.

Wie geht‘s nach dem Oktoberfest für dich weiter? Wo dürfen die Münchner deine Gastgeber-Qualitäten künftig erleben?
Tom: Ich greife wieder an und versuche, etwas Neues zu etablieren. Etwas Konkretes hab‘ ich aber noch nicht. Aktuell hab‘ ich auch ein Angebot aus der Industrie, aus dem Entertainment-Bereich vorliegen. Aber ich merke, ich bin schon eng mit der Gastronomie verbandelt. Und ich würde wirklich gern wieder den Gastgeber spielen.

Hippodrom im Postpalast
Wredestr. 10
Fr, 18.9. bis Sa, 3.10., 18 bis 3 Uhr
www.hippodrom.de

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