1. tz
  2. München
  3. Nightlife

Neureuther bereit für "Showdown"

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Felix Neureuther fühlt sich bereit für den WM-Showdown beim Slalom am Sonntag. © dpa

Garmisch-Partenkirchen - Felix Neureuther startet selbstbewusst in die heiße WM-Phase: Beim Riesenslalom am Freitag und dem Slalom auf "seinem" Gudiberg am Sonntag will er's wissen.

Seit fünf Jahren fiebert Felix Neureuther seiner Heim-WM entgegen, mit dem Riesentorlauf startet der Lokalmatador die heiße Phase vor dem “großen Showdown“ im Slalom am Sonntag. Trotz des Viertelfinal-Ausscheidens mit dem deutschen Team bei der “kleinen Generalprobe“ blickte er nach dem Sieg im direkten Duell über den französischen Mannschaftsweltmeister Cyprien Richard voller Zuversicht auf die Einzelpremiere. “Das gibt definitiv Selbstvertrauen, weil ich seit eineinhalb Wochen merke, dass die Formkurve nach oben zeigt. Ich fühle mich bereit“, meinte der Athlet des SC Partenkirchen.

Während in seinem Heimatort die Speedmedaillen verteilt wurden, nutzte Neureuther die Zeit des WM-Auftakts zum intensiven Slalomtraining und zu letzten Materialtests auf der österreichischen Reiteralm. “Das war wirklich eine der wichtigsten Wochen meiner Karriere“, berichtete er. “Es passt ganz gut.“

Garmisch-Partenkirchen und Neureuther - auch diese Beziehung funktioniert bestens. Im Zielraum an der Kandahar war er am Mittwoch Held der kleinen kreischenden Autogrammjäger. Und auf der Piste an “seinem“ Gudiberg, den er schon als kleiner Bub mit drei Jahren bezwang und wo er “fast jeden Maulwurf“ duzen könne, erklomm er 2007 als Zweiter zum zweiten Mal das Podium. Im vergangenen März gewann er sein zweites Weltcup-Rennen.

Maria im Nebel: Bilder vor dem Riesenslalom-Start

“Einen Heimvorteil gibt es schon, weil ich von diesem Berg alles kenne, jeden Zentimeter. Ich bin den Gudiberg so oft runtergefahren, habe so oft darauf trainiert.“ Trotz der neu gewonnenen Lockerheit nach seinen ersten beiden Weltcup-Erfolgen fühle er sich aber nicht zu sicher. “Es muss nicht unbedingt ein Vorteil für mich sein, weil ein extremer Druck auf mir lastet“, sagte er nach dem Teambewerb.

Bevor es aber zum Torlauf geht, hofft Neureuther, dass sich auf der Kandahar sein ordentlicher Trend im Riesenslalom fortsetzt. In allen fünf Rennen erreichte er diesen Winter den zweiten Lauf, verpasste allerdings bislang die Top 15. “Eine Platzierung unter den ersten 15 oder den ersten Zehn ist definitiv drin“, meint der 26-Jährige, neben dem auch Fritz Dopfer und Nachwuchsmann Stefan Luitz an den Start gehen.

Gold machen andere unter sich aus - das verletzungsgeplagte österreichische Team schickt nach den Ausfällen von Benjamin Raich, Marcel Hirscher und nun auch Hannes Reichelt mit Philipp Schörghofer nur noch einen potenziellen Siegfahrer ins Rennen. “Die Enttäuschung ist sehr groß“, sagte Reichelt nach seiner im Training erlittenen Kniegelenksprellung. Nicht einmal binnen eines Monats hat der Österreichische Skiverband nun sechs verletzte Athleten zu beklagen.

Für Neureuther soll seine große Stunde dann im Spezialslalom schlagen. “Ich könnte eigentlich schon so ein Typ für Großereignisse sein, es blitzt immer so raus, aber ich hab es leider noch nie umsetzen können“, sagte der Teamweltmeister von 2005.

Florian Lütticke und Christian Kunz

Auch interessant

Kommentare