Nöth lässt Theaterfabrik auferstehen

Die Alabamahalle ist tot, lange lebe die Theaterfabrik.

So in etwa könnte die neueste Entwicklung auf Wolfgang Nöths Optimolgelände eingedampft in einem Satz lauten. Nachdem er seine benachbarte Elserhalle im letzten Sommer schließen musste, weil dort ein Hochhaus mit Büros und Wohnungen gebaut wird, „entstand ein Kultur-Vakuum im Münchner Osten“, hat Nöth beobachtet. Das will er künftig füllen, indem er derzeit die bisherige Alabamahalle zur Konzert-Arena umbaut.

Die letzte Alabama-Party stieg am 4. Januar, seitdem wird Bühne und Technik eingebaut, bereits am 7. Februar soll Eröffnung sein. Der ehemalige Alabama-Chef Jet Krauss bleibt der neuen Halle dennoch verbunden. Seine Samstag-Party Moderne Zeiten mit Flatfee-Trinken und der Feten-Dauerbrenner Schlagersahne finden weiterhin in den bewährten Mauern statt.

Der Name „Theaterfabrik“ hat in München indes Tradition. Mit ihr hat Nöth in den 1980er Jahren in Unterföhring seinen oft strapazierten Ruf als „Hallenmogul“ begründet, dort traten unter anderem Rock-Größen wie The Kinks, The Damned, Carl Perkins, Ben E. King oder Wanda Jackson auf. Mit einem Fassungsvermögen von gut 1000 Besuchern (die behördliche Genehmigung steht noch aus) ist die neue Theaterfabrik etwas kleiner als die Elserhalle und die Tonhalle nebenan in der Kultfabrik. „Mit der Theaterfabrik wird der Münchner Osten kulturell belebt und auch mehr Gäste unter der Woche auf das Optimolgelände gezogen“, glaubt Nöth, der für die nächsten Monate bereits etliche Konzert-Anfragen auf dem Schreibtisch liegen hat.

Neben dem Postpalast in der Arnulfstraße (betreibt er mit Michael Käfer und Veranstalter Otger Holleschek) sowie den beiden Zenith-Hallen nebst Spiegelzelt hat Nöth damit sein Hallen-Imperium nochmal signifikant erweitert. Zumindest bis Ende nächsten Jahres, dann läuft sein Pachtvertrag für das Optimolgelände erst mal aus, allerdings halten sich hartnäckig die Gerüchte, dass der Vertrag noch mal verlängert werden könnte. „Wir haben schon mehrmals versucht, mit dem Verpächter diesbezüglich Kontakt aufzunehmen, aber der ist noch bis Ende des Monats im Urlaub“, heißt es im Optimol.

Unser Tipp für Dienstag: „M wie Lynachen“ im Substanz ab 21.30 Uhr, Ruppertstraße 28. Keine Angst, aufgeknüpft wird dort niemand, der Titel ist lediglich ein Wortspiel mit dem Stadtnamen, dafür gibt’s in der Kultkneipe bei freiem Eintritt angenehme House-Musik zum Wochenstart. Diesmal an den Plattentellern: die DJs Christian und Mr. G. Rag. Und in der 089-Bar (Maximiliansplatz 5) feiert die Easy Listening – Clubnacht bereits im 14. Jahr mit den Plattendrehern Bernd Hartwich und Rainer Mund. Ab 21 Uhr.

Quelle: tz

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