Tom Novy gibt ein Comeback

Am Freitag im Hanoi-Club: Tom Novy

München - Nach silberner Hochzeit sieht Tom Novy eigentlich gar nicht aus. Immerhin: Nicht seine Ehe hält schon 25 Jahre, sondern seine DJ-Leidenschaft

Bis vor zwei Jahren war Novy aus der Münchner Clublandschaft kaum weg zu denken. 2010 dann der Abschied in die Schweiz. Morgen kehrt Novy für eine Nacht nach München zurück, im Hanoi-Club (Theklastraße 1) gibt er ab 22 Uhr unter dem Motto „A fabulous Journey with: Tom Novy“ ein Comeback. Bente Matthes hat vorab mit ihm gesprochen. Das komplette Interview gibt’s in der aktuellen April-Ausgabe des Szene-Magazins UNDERCOVER zu lesen.

Warum hast Du als alteingesessener Münchner Deine Stadt verlassen und bist nach Zürich gezogen?
„Meine Frau Racha Fajjari stammt aus Zürich. Und ich bin tatsächlich der Liebe wegen in die Stadt gezogen. Sie führt hier einen Klamottenladen. Da konnte sie nicht so einfach nach München ziehen. Deshalb habe ich mir gedacht, dass ich einfach mal eine Zeit nach Zürich gehe. Ist ja auch eine tolle Stadt. Aber ehrlich gesagt werde ich nicht für immer dort bleiben. “

Du lebst nicht nur seit zweieinhalb Jahren in der Schweiz. Du hast auch ebenso lange nicht mehr in München aufgelegt. Was war los?
„Zum einen habe ich viel rund um den Globus aufgelegt. Zum anderen gibt es einfach auch Clubs, mit denen ich zehn Jahre zusammengearbeitet habe und die mich dann auf einmal nicht mehr wollten. Obwohl ich stets dafür gesorgt habe, dass die Hütte voll war. Das kommt vor. Damit haben auch andere Künstler zu kämpfen.“

Als Künstler braucht man also ein dickes Fell. Wie groß ist denn das Thema Selbstzweifel?
„Das überkommt einen manchmal, obwohl man es besser weiß. Es ist halt dein Job, den du liebst. Aber du bist von der Außenwirkung abhängig. Da sind Künstler besonders sensibel.“

Aber da Du nach wie vor den Schampus am DJ-Teller aus Flaschen trinkst, muss man sich ja sowieso keine Sorgen machen, dass Dir die Zielgruppe davonläuft.
„Ja, das stimmt. Es gibt Leute, die sind schon ewig dabei und denen siehst du ihr Alter auch nicht an. David Guetta zum Beispiel ist vier Jahre älter als ich. In unserer Branche hat sich viel verändert. Unter anderem, dass dein Erfolg nicht mehr vom Alter abhängig ist. Den Leuten geht es vor allem um die Musik. Es tanzen ja auch nicht nur Kids auf der Tanzfläche. Ich meine, die Rolling Stones treten ja auch noch auf und haben ihre junge bis alte Fanbase.“

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