Nach Razzia: Stammtisch-Absage

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Top-Model Papis Loveday hat alle Veranstaltungen bis auf weiteres abgesagt.

München - Die Drogen-Razzia im Hanoi Club, bei der das Top-Model Papis Loveday mit Kokain erwischt wurde, hat nun zu weiteren Konsequenzen geführt...

Die Reaktion folgte prompt: „Wir bitten um Verständnis, dass Papis Lovedays Stammtisch am kommenden Freitag, den 30. März 2012, nicht stattfinden wird“, heißt es in einer Mail von Mitveranstalter Kolya Grüske. Den Grund nannte er nicht, der war aber ja eh schon in der Montags-tz nachzulesen: „Supermodel Papis Loveday: Kokain!“ Wie berichtet, hatte eine Hundertschaft Polizeibeamter in der Nacht zum Samstag den Hanoi-Club im Gärtnerplatzviertel gestürmt und die gut hundert Gäste auf Drogen kontrolliert. Ergebnis: rund fünf Gramm Kokain beim senegalesischen Top-Model, etwas Marihuana bei einem Besucher, ein feststehendes Messer bei einem Mädchen.

Unter den Gästen auch Svenja B. (Name von der Redaktion geändert), die mit ihren Freundinnen zum Feiern kam. Es war ihr erster Besuch beim „Stammtisch“des Männer-Models. Zusammen bestellten sie eine Flasche Wodka, setzten sich in die Lounge, als sich plötzlich zwei Polizisten vor ihnen aufbauten und riefen: „Hände hoch!“ Svenja B.: „Das waren ganz junge Typen, die sahen eigentlich auch ganz sympathisch aus. Deshalb dachten wir zunächst, das wären Stripper in einem Rollenspiel.“

Weit gefehlt… Immer mehr Polizisten liefen in die Diskothek, der DJ wurde angewiesen, das Licht an- und die Musik auszumachen. Jeder Gästegruppe wurde ein Beamter zur Beobachtung zugeordnet, jeder Gast bekam eine Nummer angeheftet. „Wir mussten die Hände auf den Oberschenkeln liegen lassen, durften nichts aus oder in unsere Taschen tun, auch beim Toilettengang wurden wir in der Kabine beobachtet“, erzählt die Partygängerin. Die eigentliche Durchsuchung der Gäste und Mitarbeiter fand nicht in dem Keller-Club, sondern in einer gegenüberliegenden Tiefgarage statt. „Da gab’s erst so einen Tisch, an dem man sich ausweisen musste, weiter hinten waren einzelne Kabinen und sogar eine Toilettenanlage aufgebaut.“ Svenja B.: „Das war schon ein verrückter Abend, ich hatte mir ja Einiges erwartet. Aber dass es so kommt, dann doch nicht.“

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