Parov Stelar: Interview mit dem Erfinder des Electroswing!

Am Freitagabend im Zenith: Parov Stelar.

Der Österreicher Parov Stelar - mit bürgerlichen Namen Marcus Füreder - ist einer der Pioniere des Electroswing. Wir haben ihn vor seinem Konzert im Zenith zum Interview gebeten.

Vor seinem Auftritt im Zenith am Freitag, den 18. März, haben wir mit ihm über sein Ritual vor Gigs und seiner Liebe zu München gesprochen!

Woher kommt denn überhaupt der Name „Parov Stelar“?
Parov Stelar: Ich habe schon unzählige Räubergeschichten zur Entstehung des Namens….die Wahrheit ist allerdings sehr simpel - Parov Stelar ist einfach ein Phantasiename 

Seit 2003 machen Sie schon Musik. Welche Veränderungen haben sie beruflich als auch privat durchlebt?
Parov Stelar: Eigentlich hat sich mein Leben auf den Kopf gestellt…da steht kein Stein mehr auf dem anderen. Der schwierigste Teil war eigentlich die Aufgabe des sozialen Umfelds. Meine Arbeitszeiten haben sich eher auf das Wochenende verschoben- die Zeit wo andere Menschen gemeinsam Zeit verbringen.

Was für Träume haben Sie für die nächsten Jahre?
Parov Stelar: Ich bin momentan so glücklich, dass ein Erhalt des Status Quo schon ein riesen Erfolg für mich darstellt.

Wie sehr beeinflusst ihr Umfeld (Familie, Freunde) ihre Musik?
Parov Stelar: Ich hatte eben erst ein wirklich gutes Layout komponiert. Leider noch nicht gespeichert. Da kam mein Sohn rein und wollte mit mir Dinosaurier spielen, gleichzeitig hat er bei meiner Steckdosenleiste den Hauptschalter  auf OFF gedrückt. Tja, das wars dann mit dem Layout… aber es war Zeit für Dinosaurier. 

Familie hat natürlich den Stellenwert Nummer 1 bei mir, aber Kunst definiert mich genauso als Mensch - somit erfordert es wahnsinnig viel Disziplin um beide Welten in Einklang miteinander zu verbinden. Die Tatsache dass meine Frau auch Künstlerin ist erleichtert die Sache natürlich sehr!

Woher kommt die Liebe zur Musik? Wurde ihnen das musikalische Gen in die Wiege gelegt?
Parov Stelar: Eigentlich bin ich sehr spät zu dieser Leidenschaft gekommen. Meine Mutter war zwar sehr musikalisch, aber ein Weg als Musiker stand nie im Raum. Erst durch meine Arbeit als Grafiker kam ich mit elektronischer Musik in Verbindung. Das war dann Liebe auf den ersten Blick oder Beat….von da an war ich diesem Thema verfallen.

Beherrschen Sie selbst ein Instrument?
Parov Stelar: Ja, den Computer 

Wie kann mich sich einen Traumtag bei Ihnen vorstellen? 
Parov Stelar: Parov Stelar wünscht sich einen Tag ohne Telefon im Studio…danach den gelungenen Beat mit Bier feiern. Der Familienvater Marcus macht dann lieber einen Ausflug mit der Family zu einer alten Finca in Valdemossa/Mallorca.

Wenn Sie kein Musiker wären, was wären Sie dann? Grafiker?
Parov Stelar: Tja, Grafiker war ich schon….mich interessieren alte Gebäude und auch die Malerei. es muss ein Beruf sein der etwas mit Erschaffung oder Kreativität zu tun hat.

Am 18. März sind Sie in München zu Gast. Welche Erfahrungen haben Sie mit der Stadt und dem Publikum gemacht?
Parov Stelar: Ich liebe München und die Bayern besonders….die Oberösterreicher sind von der Mentalität ja nicht soweit von unseren Nachbarn entfernt.  So gesehen ist es ein sehr heimatliches Gefühl. Außerdem ist mir auf meiner Tour der kulinarische Aspekt immer sehr wichtig und das ist in München immer top!

Haben Sie ein bestimmtes Ritual vor ihren Gigs?
Parov Stelar: Erst mal ein gutes Hörbuch um völlig zu relaxen, dann ein kühles Bier und 2 Minuten vor dem Auftritt gibt`s die gemeinschaftliche Umarmung des Teams und der Band.

Parov Stelar
Fr., 18.03.2016, ab 18.30 Uhr
Zenith, (Lilienthalallee 29)

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