Fashion & Party: Pop-up-Store im Filmcasino

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Das Filmcasino München

München - Klappe auf, Teuferl raus, Teuferl rein, Klappe zu. So ging's früher, heute heißt die Masche schlicht „Pop-up“. Ende letzten Jahres gab es dies erstmals auch als Restaurant.

Damals zog der Edel-Caterer Klaus-Peter Kofler mit seinem "Pret a Diner"–Konzept für sechs Wochen ins Filmcasino im Odeonsplatz – und machte sich zum Jahreswechsel Richtung London vom Acker. Klappe zu.

Danach war der ehemalige Filmpalast eine reine Veranstaltungs- und Party-Location, bis es im Frühjahr hieß, man mache mit Sushi-Meister Olisan gemeinsame Sache. Aber erst ab August. Jetzt ist aber erst mal alles anders, zumindest vorerst kein Sushi, kein Olisan. Dafür wieder Pop-up, diesmal aber gepaart mit Fashion statt Food, dazu Bar und Club. „Beim Pret a diner hatte Cambis Sharegh schon einen Outlet-Store seines Pool-Stores“ sagt Max Braunmiller, der das Filmcasino vor zwei Jahren zusammen mit Mathias Scheffel, Andreas Haidinger und Constantin Wahl übernommen hat, „das kam bei den Gästen sehr gut an. Vor ein paar Wochen kam dann Noro Hoferer auf mich zu, der mit seiner Mode-Agentur viele angesagte Labels vertreibt.“

Braunmiller, der auch an der 089-Bar und dem „Call me Drella“ Club beteiligt ist, ist als Nebenerwerbs-Model ganz gut in der Mode-Szene verlinkt, „aber von den Labels hatte ich noch nie gehört.“ Blaumax, Brogden, Dondup oder Liebeskind Berlin. „ Ich hab mich im Freundeskreis umgehört, ob die die Moden kennen, und bin auf Riesen-Resonanz gestoßen. Vor allem auf Liebeskind fahren die Mädels ab, das ist weltweit ziemlich heiß.“

Die Filmcasino-Crew wurde mit Hoferer einig, „er ist der Fashion-Mann, wir können Events“ erklärt Braunmiller. Vorerst bis Ende August soll sich der ehemalige Kinosaal tagsüber in einen Showroom verwandeln, der mit stilvollen Vintage-Möbeln und ausgewählten Kleidungsstücken diverser Fashion-Partner ausgestattet ist. Immer samstags wird das ehemalige Lichtspieltheater dann ab 21 Uhr zur Party-Location, die nach wie vor den Fashion-Flair ausstrahlt und in der bis morgens zwischen antiken Schaufensterpuppen zu Elektro & House gefeiert wird.

Die Bookings sollen international geraten, passend zu den wechselnden Mottos und Labels, die an dem jeweiligen Abend im Mittelpunkt stehen. Fürs Grand Opening am Samstag verspricht Braunmiller „hochkarätige Gäste“ (man könnte auch sagen: the usual suspects), von Daniel Aminati bis Tina Kaiser, von Peyman Amin bis Sara Nuru, von Pierre Geisensetter bis Giulia Siegel.

Wie es im September mit dem Filmcasino weiter gehen wird, soll vom Gelingen des Fashion-Pop-up-Probelaufs abhängen. „Wenn das ein Erfolg wird, und davon bin ich überzeugt, kann ich mir gut vorstellen, dass das Konzept eine längere Zukunft hat.“ Wenn nicht, könnte auch wieder die Sushi-Nummer aufpoppen. Nicht nur der Samstag, auch der Mittwoch sind aber erst mal vergeben im Filmcasino. Nach der Schließung des Lenbach-Restaurants am letzten Wochenende zieht Andreas Haidinger mit seiner After-Work-Reihe „Business Clubbing“ nun an den Odeonsplatz.

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