Das Privée feiert seinen Untergang

München - Schluß-Aus-Vorbei! Das Privée in der Falkenturmstraße ist Münchner Party-Geschichte. Wie es zu dem Aus des Münchner Szeneclubs gekommen ist, lesen Sie hier.

Der Club trug seine Bestimmung bereits im Untertitel, in der Nacht zum Sonntag wurde sie vollzogen. Das Privée in der Falkenturmstraße ist Münchner Party-Geschichte.

Zweieinhalb Jahre nach der Eröffnung mit dem vielsinnigen Beinamen „Der Untergang“ haben Michael Meleschko und Peter Herrera den Club-Bar-Mix zu Grabe getragen. Der Dritte im Bunde, Roman Libbertz, hatte sich bereits 2010 aus dem operativen Geschäft zurückgezogen.

Roman Libbertz, Michael Rensing, NHL-Star Christoph Schubert im Privée

Der Laden an der Maximilianstraße war bereits die dritte Heimat des Privée, nach einem leerstehenden Hotel in der Hohenzollernstraße und dem 8 Seasons an der alten Oper – beide fielen der Abrissbirne zum Opfer. Schließlich zog das Trio in die Falkenturmstraße, und Libbertz sagte bei der Eröffnung, dies sei die letzte Station der Privée-Tour – und subtitelte „Der Untergang“. Zur Illustration dienten an den Wänden Fotos niedergegangener Popstar- Existenzen, dazwischen das Bild eines angeschlagenen Fritz Weppers, der von einer Unbekannten gestützt wird, aufgenommen 2005 im Ur-Privée. Irgendwie war der Untertitel aber kein gutes Omen für den Club selbst.

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Gerade als sich die Location etabliert hatte, mussten die Betreiber wegen Anwohnerbeschwerden die Musik für drei Monate auf Zimmerlautstärke runterdrehen. „Wir haben das Schallproblem in den Griff bekommen, aber die Leute und die gebuchten DJs waren weg“, sagt Meleschko. Die Betreiber retteten ihr Privée als Tages-Gastronomie, Café und Miet- Location über die Runden – unvergesslich die Geburtstagsfeier von Michael Rensing: der ehemalige Bayern-Torhüter als DJ Mike, seine Gäste mit Tiermasken…

Noch vor Ablauf des Mietvertrags wurden Meleschko und Herrera von drei Mädels angesprochen, die ihnen die Location abnehmen wollten zwecks Umwandlung in einen Livemusik- Club. Die Privée-Betreiber ließen sich nicht zweimal fragen.

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