Reitschule jetzt dicht

Das nennen wir Hingabe zum Beruf. Noch an Silvester hat Horst Biewald (45) fünf Stunden geprobt für seinen heutigen Auftritt in der österreichischen Schampus-Bar Sisi & Franz auf dem Gelände der Kultfabrik (Grafinger Straße 6; 21 Uhr, 8 Euro).

„Wir machen bayerischen Groove, das ist die Musik, die uns Spaß macht“, erzählt der Musiker über sein Programm, einen Mix aus Eigenkompositionen und bayrisch-betexteten Coverversionen. Aus „Fever“ wird „Fiaba“ aus „Sunny“ schlicht „Deandl.“

Er singt, pfeift, jodelt und trompetet sich auf seinen Stimmbändern durch sämtliche Musikrichtungen: von Reggae über Country bis zum Folk & Blues und spielt eine groovige Akustikgitarre dazu. Unterstützt wird er von dem Gitarristen Markus Strasser und seinem Spezl Thomas Blietz, einem Profimusiker. Im Herbst kam seine erste CD Bayrisch Groove auf den Markt, . „Die Sensation aber ist,“ freut sich der gelernte Feinmechaniker, „dass wir bereits kurz nach der Veröffentlichung unseres Albums auf Platz 16 der Liederbestenliste stehen.“ Drei Sets plant er heute Abend im Sisi & Franz.

Einem musikalischen Gegenentwurf zu Herrn Biewald darf der geneigte Partygänger in der Roten Sonne gegenwärtig erleben, wo Jacob Dove Basker Hof hält. Unter diesem Namen kennt ihn wahrscheinlich nur noch seine engste Familie und sein Banker, denn bekannt wurde der Musikus aus der Bronx unter seinem Pseudonym Jake the Rapper. Damit bedient er durchaus kalkuliert die Vorurteile, die mit seinem Aussehen einhergehen. Lange Haare, jede Menge Tattoos, Vollbart, ein Baum von einem Mann, Typ Harley-Fahrer. Heute Abend ist Jake the Rapper in der Rote Sonne (Maximiliansplatz 5, ab 23 Uhr für 9 Euro) zu Gast.

Nach dem Neujahrsbrunch ist erst mal Schluss mit der Reitschule und dem darunter liegenden Party-Griechen Kytaro. Gestern wurde die Einrichtung an Stammgäste verkauft, jetzt werden die Kneipen-Klassiker komplett entkernt, durch ein gemeinsames Treppenhaus und Toilettenanlagen miteinander verbunden und neu eingerichtet (wir berichteten exklusiv). „Nach 30 Jahren Party-Geschichte war das unumgänglich“, meint Reitschulen-Chef und Mit-Gesellschafter Klaus Pfeiffer. „Die Leitungen, Küche, alles muss erneuert werden.“

Am 1. Mai soll Wiedereröffnung gefeiert werden. Pfeiffer: „Ein ehrgeiziges Ziel aufgrund des Umfangs der Arbeiten, aber wir sind optimistisch, dass wir’s bis dahin schaffen.“

Quelle: tz

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