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"Garmischt-Pannenkirchen": Schweizer sind sauer!

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Von wegen "Hopp Schwyz": Lara Gut wird beim Riesenslalom nur 20. © dpa

Garmisch-Partenkirchen - Von Schmach und Schande berichten derzeit die schweizer Medien, wenn sie über ihr Team Suisse schreiben. Warum unsere Nachbarn sauer und enttäuscht sind:

Im Teamwettbewerb von den Schweden mit 4:0 gedemütigt, im Medaillenspiegel mit einer Silbermedaille von Didier Cuche auf Rang acht abgeschlagen: Für das Team Suisse läuft es bei der Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen alles andere als rund. Die schweizer Medien finden dafür deutliche Worte: Vom Debakel von "Garmischt-Pannenkirchen" ist die Rede, die Zeitung "Blick" berichtete am Donnerstag vom "Team Desaster"

Tatsächlich bleiben die Athleten hinter den hohen Erwartungen zurück. Jüngstes Beispiel: Lara Gut, die beim Riesenslalom am Donnerstag als beste Schweizerin auf Rang 20 landete.

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Jetzt melden sich auch schweizer Ski-Legenden auf blick.ch zu Wort. Paul Accola unterstellt dem schweizer Ski-Verband falsche Grundprinzipien. "Man müsste weniger und anders trainieren", sagt der ehemaliger Allrounder. Sein Rat: "Im Wald, auf Buckelpisten und im Tiefschnee anstatt auf dem Gletscher fahren."

Maria Walliser glaubt, dass der Druck auf dem Team zu groß ist. "Mit den vier Ledermedaillen haben wir aber auch großes Pech", meint die ehemalige Doppelweltmeisterin von 1987 im "Blick".

Beschwichtigend schaltet sich auch Pirmin Zurbriggen in die Diskussion ein: "Von einem Debakel würde ich nicht sprechen. Aber gut ist es sicher nicht, wenn man keine Medaillen heimbringt. Andererseits zeigen die vierten Plätze auch, dass wir nicht weit weg sind." Er spricht auf blick.ch von einer Kettenreaktion, die es dem Team schwer mache, noch einmal Topleistungen abzurufen.

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Höhepunkt des gekränkten schweizer Ski-Stolzes dürfte wohl die Aktion von Hans Olsson bei der Zieleinfahrt im Teamwettbewerb gewesen sein: Er war rückwärts über die Ziellinie gefahren und hatte seinen Konkurrenten Beat Feuz damit "verarscht". Wie Olsson selbst auf www.blick.ch aufklärte, war das die nicht ganz ernst gemeinte Reaktion auf eine verlorene Wette mit Feuz gewesen.

kb

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