1. tz
  2. München
  3. Nightlife

Ski-WM: Neureuther-Tochter hat Siegtrophäe entworfen

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Ameli mit der Trophäe in der Nymphenburger Porzellanmanufaktur. © Schlaf

Garmisch-Partenkirchen - Die Designerin der Siegtrophäen für die Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen ist keine Geringere als Gold-Rosi Mittermaiers Tochter Ameli.

Nur noch eineinhalb Wochen bis zur Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen. Was die Sieger in den Händen halten werden, wurde jetzt bekannt: eine Porzellan-Figur einer Skifahrerin, gefertigt in der Nymphenburger Porzellanmanufaktur. Die Designerin ist keine Geringere als Gold-Rosi Mittermaiers Tochter Ameli (29). Im Gegensatz zu ihrem Bruder Felix (26), der in die Fußstapfen der Eltern getreten ist und nach den Weltcup-Siegen in Kitzbühel und Garmisch mehr denn je im Rampenlicht steht, hat sie den Trubel immer gemieden. Still und leise hat sie eine steile Karriere als Modestylistin hingelegt, zuletzt sogar für Wolfgang Joop gearbeitet.

Das Angebot, die Siegtrophäe zu designen, konnte Ameli Neureuther (29) nicht ausschlagen. Nicht etwa wegen ihrer Eltern und ihres Bruders, die prominente Gesichter der Ski-WM sind. „Ich habe mich schon immer über die oft geschmacklosen Pokale aufgeregt, die bei meinem Bruder Felix im Keller stehen“, so Ameli. Als Designerin wollte sie es besser machen.

So entzückend sind die deutschen Wintersport-Damen

Die Original-Figur der Skifahrerin kannte Ameli schon aus ihrer Heimat, sie stammt vom Partenkirchener Bildhauer Josef Wackerle aus dem Jahr 1909. Neureuther: „Ich wollte sie für diesen Anlass moderner gestalten.“ So bekamen die Trophäen für die Männer ein frisches blaues Oberteil – gleichzeitig die Farbe des Skiclubs Partenkirchen – die für die Siegerinnen ein leuchtend rotes Hemd (Garmisch). Die Socken ziert eine Zickzack-Linie. Nach Amelis Skizze entstehen die Trophäen dann in der Nymphenburger Porzellanmanufaktur.

Das freut die 29-Jährige besonders: Ihr Ur-Ur-Ur-Opa Eugen Napoleon war nämlich einst Direktor der Manufaktur. Die Fertigung der Trophäe aus zehn Einzelteilen, das Trocknen und die Bemalung von Hand nehmen mehrere Wochen in Anspruch. Zwei Drittel der insgesamt 75 Trophäen (elf große für die Sieger, die für zweit- und drittplatzierte sind gleich groß) lagern schon in Garmisch. Amelis Wunsch: „Jetzt muss nur noch Felix eine davon holen.“

tz

Auch interessant

Kommentare