Tipp vom Professor: „Trinken ist gesund!“

Diese Botschaft, noch dazu von einem Anti-Aging-Mediziner wollten sie alle hören: „Trinken ist gesund!“ sagte Prof. Dr. Markus Metka, Präsident der Österreichischen Anti-Aging- Gesellschaft in Charles Schumanns Tagesbar.

Alkohol ist gesund, sagten Markus Metka und Albert Trummer (l.) im Schumann’s

Sein hinterher geschobenes „aber alles in Maßen“ ging im allgemeinen Prost unter. Immerhin kamen die kredenzten Drinks aus der Apotheke. Nicht aus irgendeiner , sondern aus der Apotheke in New York, die als angesagteste Cocktail-Bar der Welt gilt. Ihr steht ebenfalls ein Österreicher vor, Albert Trummer, der fürs Mixen so etwas ist wie Ferran Adrià fürs Kochen. Mit eigener Produktionsküche, in der Mixologen Essenzen aus Kräutern, Obst und Gemüse herstellen, die „Spice- Dealers“ für ihn auftreiben. „Gute Cocktails können gesund sein, wenn man die Maisstärke weg lässt, weil gerade die für die Leber schädlich ist“ sagt Trummer bei der Vorstellung seines Buches „Cocktails: Die besten Drinks aus der legendären Apotheke in NY“, das er zusammen mit Metka schrieb.

Weil sein Bruder den elterlichen Hotel-Betrieb in der Steiermark übernahm, musste Albert ein eigenes Betätigungsfelsd suchen. Fündig geworden ist er mit der Wiener Sky-Bar, später auf Long Island, wo er sein Trummer Home eröffnete, eine Saison-Bar. 2008 übernahm er in einer versteckten Gasse in Manhattans China-Town einen kleinen Dim Sum Laden und machte daraus die ultrahippe Apotheke , die sich innerhalb kürzester Zeit eine legendären Ruf erarbeitete.

Auch weil Trummer die Heilkraft von in Alkohol gelöster Essenzen wieder entdeckte und daraus Drinks kreierte, um die Gesundheit seiner Gäste anzukurbeln. „Dass in Alkohol eingelegte Heilkräuter ihre Wirkung verstärken, erkannten bereits die Ägypter“ sekundiert Dr. Metka, „damals gab’s allerdings nur Bier und Wein, erst im Mittelalter wurde der hochprozentige Alkohol entwickelt, und ebenfalls medizinisch genutzt.“

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Das habe sich bis in die Gegenwart gehalten, Ob Klosterfrau Melissengeist oder Wick Medinait: Grundlage sei Alkohol. Warum also nicht das Gesunde mit dem Angenehmen verbinden? Jawoll, dem Cocktailbuch sei Dank, kann nun jedermann zu Hause seine Privat- Apotheke eröffnen. Metkas Lieblings- Drink: „The Big Apple“, „weil der Apfel unglaubliche, gesundheitsfördernde Wirkstoffe enthält.“ Weil er neben leicht verdaulichen Kohlehydraten, verdauungsfördernden Balaststoffen, vielen Vitaminen und Mineralstoffen vor allem gesundheitsfördernde sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole enthalte, die das Immunsystem stärken, Herz-Kreislauferkrankungen vorbeugen und antikanzerogen wirken.

Das Rezept: Drei Äpel pürieren und durch ein feines Sieb streichen. 5 cl aus diesem Extrakt mit 3 cl Calvados, 2 cl Holunderblüten- Extrakt , 3 cl Cider und 1 Teelöffel braunem Zucker in einen Shaker geben, Eis dazu und gut schütteln. In ein Cocktailglas abseihen, drei Eiswürfel dazu geben und mit fünf Gurkenscheiben garnieren.“

Metkas Cocktail-Buch gibt’s ab sofort als Hardcover-Ausgabe für 25 Euro im Buchhandel.

Rubriklistenbild: © Bodmer (tz)

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