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Trinken bis zum letzten Tropfen im "Café Cord"

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Das Café Cord in der Sonnenstraße macht dicht: Mit zwei Partys wird gebührend Abschied gefeiert.
Das Café Cord in der Sonnenstraße macht dicht: Mit zwei Partys wird gebührend Abschied gefeiert. © Oßwald

Gerade mal zwei Jahre lang konnte sich Aleks Vulic an seiner letzten gastronomischen Errungenschaft erfreuen, dem Café Cord in der Sonnenstraße 19. In wenigen Wochen ist schon wieder Schluss.

Der Laden, der Jahrzehnte lang als Iwan’s fester Bestandteile der Münchner Szene-Gastronomie war und dem vor drei Jahren das glücklose, ein Jahr lang dauernde Gastspiel als Peter & Paul folgte, macht am 19. Juli dicht.

Schade, denn nach zwei Jahren Aufbauarbeit ist das Café mit dem großen Innenhof wieder eine angesagte Adresse für preiswerten Mittagstisch und als Treffpunkt zum Vorglühen geworden, bevor es von dort ins Kino oder einen der umliegenden Clubs wie Milchbar, 59:1, Erste Liga, New York oder Cord Club geht.

Der Club auf der anderen Seite der Sonnenstraße gehört ebenfalls Vulic, der einst das Café Mozart betrieb und auch Chef des Café Ludwig am Petuelpark ist. Das Cord war damals auch Ideengeber für die Übernahme des Peter & Paul von Michael Kern, Vulic wollte einen Treffpunkt für seine Club-Klientel außerhalb der Cord-Öffnungszeiten schaffen. Mission completed, dazu hat er tagsüber auch viele Geschäftsleute aus den umliegenden Büros angesprochen. Und abends mit typischer Cord-Musik, einem Indie-Rock-Pop-Swing-Soul-Mix, sogar eine Alternative zu seinem eigenen Club geschaffen. Damit ist es demnächst zumindest vorübergehend vorbei, denn der Sonnenblock wird kernsaniert. Frühestens an Allerheiligen nächsten Jahres kann das Objekt wieder bezogen werden.

„Dann noch größer, noch schöner, noch besser“ verspricht Vulic. Ob der Zeitplan allerdings eingehalten werden kann, ist auch ihm nicht klar. Fix ist erst mal, dass die regulären, täglichen Öffnungszeiten mit dem 12. Juli enden, am darauf folgenden Wochenende wird dem Café Cord mit zwei Abschiedsfeten der Garaus gemacht. Am Freitag, 18. Juli, unter dem Motto „Die beste Musik von den Besten“, wenn jeder Mitarbeiter seine fünf Lieblingssongs zum Closing auflegen wird. Dazu gibt’s es Getränkespecials, Tanzfläche und eine menge Abschiedsspaß bis in den frühen Morgen.

Tags darauf heißt es dann „Alles muss raus“ mit DJ Mink, dann wird der Laden leer getrunken, alle Getränke müssen weg. Je später der Abend desto günstiger werden die Drinks, bis der letzte Tropfen ausgetrunken ist. Und bis am nächsten Morgen der Kater zu den Gästen und der Bagger ins Café Cord kommt.

Thomas Oßwald

Quelle: tz

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