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Das "Nox" kommt!

Mit großem Zarappzappzapp und All-Area-Party hat die Kultfabrik (Grafinger Straße 6) am Wochenende ihr Sechsjähriges gefeiert, ein Laden auf dem Feten-Gelände blieb allerdings geschlossen.

Weil er erst am kommenden Freitag eröffnet und sich gerade in Renovierung befindet.

Die Location ist den eingefleischten Park-Besuchern vielleicht noch als Ultraschall im Gedächtnis, damals in den 90er-Jahren, als das Areal noch Kultfabrik hieß. Später war es das Phosphor, Natraj Tempel, Octagon und zuletzt der Traum Raum. Geeint hatte alle Konzepte die Vorliebe für elektronische Mucke, mal mehr auf der härteren Techno-Seite, mal mehr Richtung Goa meandernd. Wenn Romeo Maramigi und Alex Lauder am Freitag um 22 Uhr den Laden als „Nox“ (lat. für „Nacht, Finsternis“) wieder ans Party-Netz anschließen, werden sie der Elektronik treu bleiben. „Wir wollen Electronic- Dance-Music spielen“, verspricht Romeo, „zwar nicht so speziell wie vielleicht im Harry Klein Club oder der Rote Sonne, zur Konsumschleuder wollen wir aber auch nicht werden.“ Romeo und sein Kumpel Alex sind etablierte Namen im Münchner Nachtgeschäft, Maramigi legte bereits in den alten Abflughallen Riem und im Babylon auf, meist zusammen mit Alex Rüger im Rahmen von dessen Deep Space Night, Alex Lauder wurde durch seine Tranceatlantic-„Flüge“ bekannt und als DJ bei Radio Gong.

„Das ist schon so etwas wie ein Traum, den wir uns hier erfüllen“, erklärt Lauder auf der Baustelle des Nox. Die meisten Arbeiten stemmt das DJ-Duo selbst: „Wir haben klare Vorstellungen, wie wir das hier haben wollen.“ Große Tanzfläche, zwei Bars, prominente DJ-Kanzel, ansonsten: Abfahrt, Abfahrt, Abfahrt. „Es war eine Katastrophe, wie’s hier aussah“, erinnert sich Romeo Maramigi, „in den letzten Wochen haben wir containerweise Schutt abtransportiert und 900 Meter Kabel verlegt.“

Eigentlich wollten die beiden Freunde, die auch noch am gleichen Tag Geburtstag haben, in der Kultfabrik nur einen Club für eine wöchentliche Party anmieten, „aber Samstag gibt keiner seinen Laden her“, weiß Lauder. Warum nicht gleich ein ganzer Club, fragten ihn dann die Vermieter in der Kultfabrik, wir hätten da was frei. „Der Laden hat Party-Geschichte geschrieben“, weiß DJ Romeo, der mit Lauder auch regelmäßig selbst an den Turntables stehen will, „da ist noch die original Wolfgang-Nöth-Lüftung aus der Charterhalle drin.“

Zur Erklärung für spät geborene Partygänger: Die Charterhalle war einst das Kernstück der Abflughallen in Riem, mit der Nöth seinen Titel als „Herr der Hallen“ manifestierte, bevor er 1996 den Kunstpark Ost auf dem Gelände der heutigen Kultfabrik eröffnete.

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