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Maitanzen

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Als vor vier Wochen anlässlich der Schließung des 8Seasons an der Maximiliansstraße dessen Chef Franz Jüttner auf der Dachterrasse feierlich verkündete, dass man sein Exil künftig jeden Samstag im Match-Club aufschlagen wolle, schien das eine „Vermählung“ (das Wort fiel tatsächlich in der Ansprache) auf Dauer zu sein.

Zumal Michael Ecker, der Mann hinter dem Match-Club, nicht müde wurde, dem ehemaligen Konkurrenten und künftigen Partner Elogen zu winden.

Gerade drei Wochen hielt die Kurz-Ehe, offiziell heißt es seitens des 8Seasons, dass die fehlende Perspektive einer Freifläche der Grund für die Beendigung der Zusammenarbeit war.

Tatsächlich war bereits zum Start des Projektes am 11. April die Eröffnung des Innenhofes neben dem Souterrain-Club am Stachus avisiert, was aber an der Genehmigung der Hausverwaltung gescheitert war. Wohl nicht der einzige Grund für das abrupte Ehe-Ende. Auch logistisch soll es beim wöchentlichen Komplett-Austausch von Personal und technischen Umstellungen von der Ausgabe bis zur Licht-Anlage etwas gehakt haben.

Zumindest das 8Seasons hat sich bereits wieder eine neue Braut angelacht, die Isar-Post an der Sonnenstraße 24-26, wo Jüttner bereits am Dienstag zusammen mit den 089-Bar-Leuten und Andreas Haidingers Juke & Joy Agentur eine schicke After-work-Fete auf’s Parkett legten.

Donnerstag folgt ab 21 Uhr der Tanz in den Mai, und auch kommenden Samstag und Dienstag will das 8Seasons nochmal sein Exil in dem Denkmal geschützten Bürklein-Bau aufschlagen. Wirtinnen der Isar-Post sind Birgit Wiesner und Nika Schottenhamel. Letztere kann sich durchaus vorstellen, dass die Verbindung länger hält. „Aber jetzt müssen wir erst mal abwarten, wie die vier ersten Partys laufen und dann Bilanz ziehen“. Nach einer Hals-über-Kopf-Vermählung klingt das zwar nicht, aber die hat das 8Seasons ja gerade hinter sich gelassen.

Genau vis-à-vis, in Haus Nummer 25, wird Donnerstag der StadtKlub in ein neues, leuchtendes Kleid gehüllt. Weiß, so weiß, dass es weißer nicht geht und strahlend im Schwarzlicht reflektiert. Denn gefeiert wird die „UltraVioletneonNight“, was einerseits schwer nach Stroboskop und Blacklight klingt und damit andererseits auch an die 80er Jahre erinnert. Aber vorsicht: Musikalisch geht nicht Depeche Mode ab, sondern aktueller Elektro-Sound, für den diverse Local Heros und Shooting Stars am Mischpult wie Alma Gold, Tonspion, Chris Tallic oder Alex Down verantwortlich zeichnen. Zwölf Stunden soll die Fete dauern, Schluss ist am ersten Mai um 11 Uhr.

Und noch ein Tipp: Auf seiner Jubiläums-Tour zum 20jährigen Bestehen macht der Blub Club von Norbert Schmitz am Donnerstag Station im Sugar Nightclub in der Herzogspitalstraße 6. Schrill, bunt, ewig jung. Passt irgendwie zum Frühling.

Thomas Oßwald

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