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Zeit für die Newcomer

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München - Da haben die Nektar-Wirte mal Glück gehabt im sonst verregneten Sommer.

Zur Präsentation ihrer Nektar-Beach-CD in Münchens großer Szene-Sandkiste auf der Praterinsel schien Anfangs die Sonne, aber auch später konnten die Party-Gäste bei lauen Temperaturen barfuß im Sand tanzen. Nun hat also auch das Nektar Beach seine eigene Compilation, wie zuvor Pacha, P1 und andere Nobel-Clubs, die ihren Namen zur Lifestyle- Marke erhoben haben.

„Es ging uns nicht darum, einfach mal eine CD auf den Markt zu bringen“, meint Nektar-Chef Guido Kellermann. „Uns war es wichtig, nur Künstler dabei zu haben, die schon mal in unserem Restaurant performed haben.“ Der Musikstil ist neu. „Lounge trifft es nicht richtig, und auf keinen Fall Ibiza-Sound oder Café del Mar.“ Was denn dann? „Eclectic Music“, meint der Gastronom und Tom Huber von der Formation Ivotion. Auch sie ist auf dem Silberling vertreten.

Bei der Präsentation spielte Huber, der sonst Pop-Größen wie Yvonne Catterfeld produziert, mit seinen Ivotion-Partnern Thomas Forster und Aza (heißt eigentlich Ariana Roth und ist die Tochter des Münchner Kabarettisten und Sängers Ron Williams) – live am Isarstrand der Praterinsel. Eine irre Mischung aus dem Kapitel „Electronic meets Acustic“.

Akustisch war Hubers zwölf-saitige Gitarre, dazu bediente Forster ein seltsam anmutendes, elektronisches Instrument aus Japan mit 16 x 16 Knöpfen. „Das ist ein Tenori“, erklärt der Studio-Musiker. „Das bringt minimalistische Töne hervor und lässt sich hervorragend in die Nacht projizieren.“ Jugend forscht, diesmal im Bereich Musik. Ebenfalls live performten die beiden Münchnerinnen Annie und Anuschka als Lost Seirenes ihren Song Change. Später legten die DJs Ingolf Schapke und Carlos Mendez (produzierten das Nektar-Beach-Album, erhältlich für 15 Euro über die Nektar Beach-Homepage und demnächst im Plattenladen) bis in die späte Nacht auf. Sommer kann so schön sein!

Im Harry Klein (Friedenstraße 10) ist am Donnerstag wieder einmal Zeit für Newcomer. Das monatliche Spektakel soll der Avantgarde der elektronischen Tanzmusik Raum geben, sich und ihre Musik an den Mann und die Frau zu bringen, sich auszuprobieren und ihre Skills am lebenden Objekt zu testen. Tanzt die Meute, haben sie alles richtig gemacht. Am Donnerstag am Start ist David Goldberg , der seiner Musik-Affinität bisher im Gitarren- und Schlagzeugspiel freien Lauf ließ, seit einigen Jahren im Kämmerlein und unter Freunden, aber immer wieder sein „elektronisches“ Talent unter Beweis gestellt hat. Ebenfalls dabei: das DJ-Gespann Die 3sten Zwei, ab 22 Uhr.

Thomas Oßwald

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