Väth, Cox & Co.: Greenfields-Macher Tom Hilner im Interview

Wie immer bei Greenfields am Start: DJ-Legende Sven Väth

Bevor am Sonntag ab 11 Uhr die Bässe bei Greenfields über die Galopprennbahn in Riem wummern, haben wir den Macher Tom Hilner zu einem kurzen Interview gebeten.

Am Sonntag findet das 14. Greenfields Open Air in Riem statt und bietet für alle Fans der elektronischen Musik ein ganz besonderes Schmakerl: Zum allerersten Mal in Deutschland werden sich die DJ-Legenden Sven Väth und Carl Cox die Bühne teilen.

Bereits ab 11 Uhr werden die ersten Bässe über das Gelände der Galopprennbahn in Riem wummern und dafür sorgen, dass bis 22 Uhr durchgetanzt wird. Wir haben uns mit Veranstalter Tom Hilner über das Line-up, Konkurrenzveranstaltungen und einem möglichen Revival des Münchner Union Move unterhalten.

Carl Cox gibt sich dieses Jahr erstmals die Ehre. Hast du viel Überzeugungsarbeit leisten müssen?
Tom: Nicht unbedingt Überzeugungsarbeit, denn wir arbeiten ja bereits seit Mitte der 90er-Jahre zusammen und daher hat Carl natürlich viel Vertrauen in unsere Arbeit. Ist ja eher eine Frage, ob es in seinen sehr engen Tourplan passt, denn Carl wählt seine Gigs im für ihn immer sehr anstrengenden Sommer sehr sorgfältig aus. Es hat auf jeden Fall geklappt, und darüber sind wir sehr happy!

So wenige Tage vor dem Greenfields Open Air. Wie viel Schlaf bekommst du als Veranstalter überhaupt?
Tom: Klar, lange Tage, kurze Nächte, aber es ist zu schaffen, denn ich benötige nicht viel Schlaf, um fit zu sein.

Was wird bis Sonntag alles noch gemacht? Wie laufen die Vorbereitungen?
Tom: Die Planung ist bereits fertig, es ist jetzt eher das Feintuning. Behörden, Künstlershuttles, Mitarbeiter-Briefings, Aufbau vom Gelände, Gästelistenanfragen, etc. Aber wir sind erfahren und gut im Zeitplan.

Wird es genug Karten vor Ort geben, und wie lange läuft noch der Vorverkauf?
Tom: Ja, es wird noch Tickets an der Tageskasse ab 11 Uhr geben. Der Vorverkauf läuft bis Samstag um 18 Uhr auf www.worldleague.de.

Open Airs und Rooftop-Partys sind wohl wieder der letzte Schrei in diesem Jahr, und viele Clubbetreiber jammern, das klassisches Clubbing immer mehr verdrängt wird. Wie siehst du die Situation?
Tom: Ja, es gibt ja fast jedes Wochenende drei bis vier kleinere Open Airs in und um München, das macht´s für die klassischen Clubs in den Nächten davor nicht immer einfach, aber von einer Verdrängung kann man sicher nicht sprechen. Wir haben das ja mit dem Greenfields Open Air für München erfunden, sind sozusagen die Mutter aller Open Airs, von daher darf man sich da nicht beschweren.

Last but not least. Auf Facebook gibt es eine Aktion für die Rückkehr des Union Move in München mit über 2000 Zusagen. Du warst damals als Veranstalter dabei! Wie siehst du die Situation?
Tom: Es waren tolle Zeiten, und wir hatten zu Beginn auch sehr viel Unterstützung von der Stadt. Das hat sich dann leider geändert und man wollte uns die Kosten für die Reinigung, den Polizeieinsatz und vieles andere auf´s Auge drücken. Ähnlich wie in Berlin ist das dann einfach unmöglich zu finanzieren und wir haben uns entschlossen, die Parade einzustellen. Schade, aber aus meiner Sicht wäre eine Neuauflage unmöglich.

Greenfields Timetable:

René Vaitl: 11 bis 13 Uhr
Hot Since 82: 13 bis 14.30 Uhr
Koze: 14.30 bis 16.30 Uhr
Carl Cox: 16.30 bis 19 Uhr
Sven Väth: 19 bis 22 Uhr

Greenfields Open Air
Sonntag, 19.Juli, ab 11 Uhr
Galopprennbahn München-Riem, Graf Lehndorff-Strasse 36
www.worldleague.de

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