Verletzungsmisere: Österreicher mit letztem Aufgebot

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Schmerz lass nach: Benni Raich nach seinem Sturz beim Teamwettbewerb.

Garmisch-Partenkirchen - Sechs Verletzte innerhalb eines Monats - die Pechsträhne des ÖSV-Teams will nicht abreißen. Wie Cheftrainer Mathias Berthold mit den Ausfällen umgeht:

Irgendwie fühlt man sich an die zehn kleinen Negerlein erinnert. Und wenn’s nicht so tragisch wär’, dann müsste man wohl wirklich lachen – wie über das bekannte Volkslied. Doch zum Scherzen ist im österreichischen Herren-Skiteam derzeit niemandem zumute. Eine Verletztenmisere, wie sie ihresgleichen sucht, plagt die Skination Nummer eins. In vier Wochen hat der ÖSV – Stand heute – sechs Rennläufer mit teilweise sehr schweren Verletzungen verloren. Während die rotweißroten Damen bei den alpinen Weltmeisterschaften in Garmisch-Partenkirchen von Erfolg zu Erfolg eilen, schauen die Herren, dass sie überhaupt noch vier Rennläufer in den verbleibenden Disziplinen an den Start schicken können.

An der allgemeinen Stimmungslage ändert auch Team-Silber beim Nationen-Wettbewerb nicht viel. Die Freude darüber ist Herren-Cheftrainer Mathias Berthold schnell im Halse stecken geblieben. Denn die schlechten Nachrichten erreichten die Verantwortlichen in den vergangenen zwei Tagen in Rekordzeit. „Ich würde am liebsten davonspringen“, gibt Berthold zu. „Es ist auch wirklich schwierig, das alles zu verarbeiten. Das nagt sehr an mir.“ Die Ärzte meldeten sich zunächst mit einer erschütternden Botschaft aus dem Klinikum in Innsbruck. Benjamin Raich hatte es im Parallel-Rennen schwer erwischt: Kreuzbandriss, Knorpelabbruch und Meniskusschaden im linken Knie – so lautete die Diagnose der Mediziner.

Bier, Plomben und Käse: Die besten Sprüche der Ski-WM

Bier, Plomben und Käse: Die besten Sprüche der Ski-WM

“Ich versuche anständig zu essen und habe aufgehört, Bier zu trinken.“ (Alpin-Exot Jean Pierre Roy, Skirennfahrer aus Haiti, über einen Punkt seiner WM-Vorbereitung) © dpa
“Wegen der Absage bin ich sehr enttäuscht, aber das Leben geht weiter.“ (Die amerikanische Skirennfahrerin Lindsey Vonn frei nach Dragoslav “Stepi“ Stepanovic, früherer Trainer etwa von Eintracht Frankfurt und den Stuttgarter Kickers, über ihren Verzicht für den Rest der WM) © dpa
“Ich freue mich schon auf das Bild, wie der Polizist in der Mitte steht und die Athleten anhält und ihnen ein Ticket gibt...“ (FIS-Präsident Gian Franco Kasper auf die Frage, ob Geschwindigkeiten im Skirennsport ein Ansatzpunkt für Sicherheit wären) © dpa
“Ich komme sicher jedes Jahr wieder her zum Wallfahrten.“ (Die österreichische Doppel-Weltmeisterin Elisabeth Görgl) © dpa
“Ich glaube, dass ihr das Singen, der Auftritt sehr viel Lockerheit gegeben hat. Sie hat die Leute begeistert.“ (Österreichs Sportdirektor Hans Pum über Doppel-Weltmeisterin Elisabeth Görgl und deren WM-Song) © dpa
“Er ist unkompliziert und einfach - fast so wie die Traumfrau sein sollte.“ (Christof Innerhofer am Montag in Garmisch-Partenkirchen nach Silber in der Kombination über seinen drittplatzierten Teamkollegen Peter Fill) © dpa
“Es war klar, dass kein Kraut gegen den Aksel gewachsen ist, wenn der durchkommt.“ (Der Vierte der Kombinations, Benjamin Raich (Österreich), am Montag in Garmisch-Partenkirchen über Aksel Lund Svindal (Norwegen), der ihn vom Podest verdrängte) © dpa
“In meiner bisherigen sportlichen Betreuung habe ich eine solche Kombination einer grandiosen sportlichen und charakterlichen Leistung noch nicht erlebt. Sie ist ein wahrer Profi und Champion.“ (Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Skiverbandes, über die Leistung von Maria Riesch) © dpa
“Wenn es ein bisschen länger gedauert hätte, wäre ich pinkeln gegangen, denn ich hatte Druck.“ (Der Schweizer Silbermedaillengewinner Didier Cuche über die Unterbrechungspause vor seinem Start) © dpa
“Das interessiert mich null und nix, das ist für mich völlig uninteressant.“ (Der österreichische Cheftrainer Mathias Berthold über die sechsjährige Wartezeit seiner Abfahrer auf eine Medaille) © dpa
“Das stand noch auf meiner To-do-Liste.“ (Abfahrts-Weltmeister Erik Guay) © dpa
“Wenn die Lindsey meint, sie fährt rückwärts runter, dann soll sie rückwärts runter fahren.“ (Der deutsche Alpin-Direktor Wolfgang Maier auf die Frage zur möglichen Renntaktik der Amerikanerin Lindsey Vonn in der Super-Kombination am Freitag) © dpa
“Es ist so schwierig, ich habe oben gedacht, dass ich schon zwei Jahre nicht mehr auf Skiern gestanden habe.“ (Der Oberstdorfer Tobias Stechert nach dem Abfahrtstraining am Donnerstag zur herausfordernden Kandahar-Piste) © dpa
“Es schüttelt einen richtig durch. Der Kopf wackelt im Ziel weiter. Zum Glück sind meine Plomben alle noch drinnen.“ (Der Österreicher Michael Walchhofer zum gleichen Thema) © Getty
“Als Athlet muss man schauen, dass man mit allen Verhältnissen zurecht kommt. Aber diese Piste ist eigentlich ein Wahnsinn.“ (Walchhofers Teamkollege Benjamin Raich) © Getty
“Wir müssen uns auf Silber und Bronze konzentrieren. Gold holt der Innerhofer.“ (Der Schweizer Didier Cuche nachdem Super-G-Sieger Christof Innerhofer die überlegene Bestzeit im Training zur Abfahrt gefahren war) © Getty
“Er ist ein alter Fuchs. Er hat schon so oft bei Rennen auf den Podium gestanden und ich nur im Training.“ (Innerhofer schiebt die Favoritenrolle an Cuche zurück) © Getty
„Mein Kopf fühlte sich an wie in einem Schraubstock.“ (Die US-Amerikanerin Lindsey Vonn zu den Nachwirkungen ihres Sturzes) © Getty
„In der Hölle ist es so eisig, da spiegelt man sich fast selber.“ (Gina Stechert am Montag nach der Hangbefahrung für den Super-G auf der Kandahar-Piste) © Getty
„Die beste Eröffnungsfeier war damals in Saalbach. Die wurde abgesagt, das war äußerst angenehm und schnell.“ (Gian Franco Kasper, Präsident des Ski-Weltverbands FIS, über Eröffnungsfeiern bei Weltmeisterschaften) © dpa
„Heute haben wir sehr viel Energie verbrannt wie eine Nuklearzentrale.“ (Der kroatische Bronzemedaillengewinner Ivica Kostelic nach dem Super-G) © dpa
„Sex ist doch immer gut“ (Die US-Amerikanerin Julia Mancuso zu einem ORF-Reporter, der sie zu Platz sechs in der Abfahrt befragte) © dpa
„Ich kann mir keinen Käse über meinen Kopf machen, das ist ja kein Schienbein.“ (Lindsey Vonn zu ihrer in der vorvergangenen Woche erlittenen Gehirnerschütterung. Mit Quarkwickeln hatte die Amerikanerin vor Olympia ihre Schuhrandprellung behandelt) © Getty
“Ich war der Älteste in der Mannschaft - so schnell geht's.“ (Der 26 Jahre alte Felix Neureuther, der 2005 beim WM-Sieg im Team-Wettbewerb noch der jüngste in der deutschen Mannschaft war) © dpa

Nicht viel besser war der Inhalt einer Nachricht am nächsten Morgen: Hannes Reichelt klagte über Knieschmerzen nach einem Trainingssturz in Ehrwald. Auch auf diese Mitteilung folgte ein böses Erwachen. Knieprellung mit Bluterguss – der WM-Zweite im Super-G musste für den heutigen Riesenslalom ebenfalls absagen.

Nach den Speed-Fahrern Hans Grugger, Mario Scheiber und Georg Streitberg sowie Techniker Marcel Hirscher sind Raich und Reichelt die Ausfälle Nummer fünf und sechs – und das in einem Zeitfenster von einem Monat. „So etwas habe ich noch nicht erlebt“, stellt Berthold klar. „In meiner Zeit in Deutschland hatten wir auch Probleme, aber nicht in dieser Form.“

"Schland!" und "Hopp Schwyz!": Die besten Fan-Bilder

"Schland!" und "Hopp Schwiiz!": Die besten Fan-Bilder

Ein Deutschland-Fan (links) und ein Anhänger des Schweizer Teams. Hier sehen Sie die besten Fan-Bilder der Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen. © Sehr
Schwarz-Rot-Gold im Haar: Ein Deutschland-Fan. © Sehr
Alles Käse? Ein Österreich-Fan. © Sehr
Diese Deutschland-Fans gehen sogar in die Luft. © Sehr
Schweizer Fans. © Sehr
Diese Deutschöand-Fans haben die WM-Maskottchen Ga und Pa auf dem Kopf. © Sehr
"Hopp Schwyz!" Ein Fan aus der Schweiz. © Sehr
Servus! Ein Österreich-Fan. © Sehr
Dieser Deutschland-Fan hat bereits die Olympischen Winterspiele 2018 vor Augen. © dpa
Die Hände zum Himmel! Österreich ist bislang die erfolgreichste Nation in Sachen Gold! © Sehr
Schweizet Hut und italienische Flagge im Gesicht. © dpa
Zwei Fans mit Deutschland-Hüten. © Sehr
Die Fans des Schweizers Didier Cuche. © dpa
Deutschland-Fans aus Aichach. © Sehr
Dieser Deutschland-Fan hat bereits die Olympischen Winterspiele 2018 vor Augen. © dpa
Der Vater von Maria Riesch, Siggi, (Mitte, mit Sonnenbrille und Milka-Schirmmütze) im Kreise des Fanclubs seiner Tochter. © Sehr
Diese Kinder haben Maria Riesch ein Plakat gebastelt. © Sehr
Dieser Schweizer Fan bläst seiner Nation den Marsch. © Sehr
Fans des Skifahrers Georg Lindner (startet für Moldawien). © BSE-Pictures
Ein Fan des Schweizers Didier Cuche. © Sehr
Kleine Deutschland-Fans. © Sehr
Fans aus Garmisch-Partenkirchen. © Sehr
Fans aus Garmisch-Partenkirchen. © Sehr
Österreichische Fans in Hasen-Kostümen. © Sehr
Diese Fans kommen aus Norwegen. © Sehr
Dieser Mann trägt Maria Riesch am Hut. © Sehr
Begeisterte Schweizer Fans. © Sehr
Eine Volunteer-Dame mit den WM-Maskottchen Ga und Pa auf der Backe. © Sehr
Ein Österreicher (links) und ein Schweizer mit ihren Kuhglocken. © Sehr
Ein Deutschland-Fan mit großem Hut und schwarz-rot-goldener Kette. © Sehr
Sie jubelt mit großer Stoffhand für die Schweiz. © Sehr
Ein Prost auf Deutschland! © Sehr
Sportlich gelingt der Schweiz derzeit nicht viel. "Dann werden wir halt Après-Ski-Weltmeister", meinen diese eidgenössischen Fans. © Sehr
Zwischen Maria-Riesch-Fans: Ein Herz-Gruß an US-Skistar Lindsey Vonn. Darauf steht: "Lindsey, Prinzessin der Herzen." © Sehr
Zwei Fans aus der Schweiz. © Sehr
Die Fans des Deutschen Andi Sander. Der ist leider verletzungsbedingt ausgefallen. © dpa
Österreich-Fan in voller Montur. © Sehr
Ein Österreicher (links) und ein Schweizer mit ihren Kuhglocken. © Sehr
Zwei kleine Deutschland-Fans mit den WM-Maskottchen Ga und Pa. © Sehr
Fans mit Deutschland- und Bayern-Flagge. © Getty
Fans mit Deutschland- und Bayern-Flagge. © Getty
Fans von Maria Riesch. © Getty
Deutschland-Fans. © dpa
Schweizer Fans. © dpa
Fans aus Österreich. © dpa
Kostümierte Fans aus...? Keine Ahnung! © dpa
Schweizer Fans. © dpa
Schweizer Fans. © dpa
Fans aus Österreich. © dpa
Fans aus Deutschland und aus der Schweiz. © dpa
Fans mit den WM-Maskottchen Ga und Pa. © dpa
Schweizer Fans. © BSE-Pictures
Schweizer Fans. © BSE-Pictures
Fans aus Norwegen. © BSE-Pictures
Fans aus Norwegen. © BSE-Pictures
Schweizer Fans. © Sehr
Fans aus Frankreich. © Sehr
Deutschland-Fans. © Sehr
Deutschland-Fans. © Sehr
Deutschland-Fans. © Sehr
Schweizer Fans. © Sehr
Fans aus Slowenien. © Sehr
Italienische Fans. © Sehr
Fans aus Österreich. © Sehr
Deutschland-Fans. © Sehr
Deutschland-Fans. © Sehr
Verkelidete Fans. © Sehr
Schweizer Fans. © Sehr
Schweizer Fans. © Sehr
Fans aus verschiedenen Nationen. © Sehr
Begeistert und ausgeflippt: Die besten Fan-Bilder © Sehr
Fans aus Österreich. © Sehr
Fans aus der Schweiz. © Sehr
Fans aus der Schweiz. © Sehr
Fans aus der Schweiz bringen ein Plakat an, mit dem sie Silvan Zurbriggen untersützen. © Sehr
Auch ein Gipsfuß hält diesen Österreich-Fan nicht davon ab, sein Ski-Team zu unterstützen. © Sehr
Der Maria-Riesch-Fanclub. Rechts: Marias Vater Siggi. © Sehr
Ein Fan aus Österreich. © Sehr
Eine Musikkapelle aus Deutschland. © Sehr
Ein deutscher Musiker. © Sehr
Diese Dame unterstützt das US-Team. © Sehr
Maria-Riesch-Fans. © Sehr
Ein deutschland-Fan radelt durch den Ortskern von Garmisch-Partenkirchen. © Sehr
Zwei kleine Garmisch-Partenkirchner machen es sich mit der Garmischer Fahne auf Liegestühlen bequem. © Sehr

Natürlich hat sich der Trainer auch schon Gedanken gemacht, ob es Gründe für diese unheimliche Pechsträhne gibt. „An der Kondition liegt’s schon mal nicht. Die Burschen haben gewaltige Werte, sind topfit.“ An böse Geister glaubt Berthold generell nicht. „Von Flüchen halte ich nicht viel. Ich kann einfach keine Gesetzmäßigkeit erkennen.“ Nur eines steht für ihn fest. „Bei so einer Serie wäre jede andere Mannschaft der Welt nicht mehr existent. Das sind ja alles Leader, die uns ausgefallen sind.“

Doch selbst bei der Ski-Macht Österreich wird es irgendwann eng. So musste der ÖSV für Patient Raich Stephan Görgl nach Garmisch- Partenkirchen beordern, der selbst noch in Hinterstoder über massive Rückenschmerzen geklagt hatte. Reichelts Platz wird Björn Sieber übernehmen. Der 21-jährige Vorarlberger hat in seiner Weltcup-Karriere erst acht Riesentorläufe absolviert, war davon dreimal im Finale, jedoch noch nie unter den Top 20. Unerschöpflich ist auch der Vorrat in Österreich nicht. Daraus macht Berthold keinen Hehl. „Auf alle Fälle haben wir an Stärke verloren. Aber wir haben immer noch ein gutes Team.“

Nebel für GAP, Gold für Maze: Die Bilder vom Donnerstag

Nebel für GAP, Gold für Maze: Die Bilder vom Donnerstag

Nebel über der Kandahar: Wegen schlechter Sicht droht das Rennen ins Wasser zu fallen. © dpa
Insgesamt vier Mal wird der Riesenslalom verschoben, dann geht es mit zweistündiger Verspätung los. © Thomas Sehr
Für Kathrin Hölzl wird der Wettbewerb zur Qual. © dpa
Am Ziel plagen sie schlimme Rückenschmerzen. © dpa
Hölzl verzichtet auf den zweiten Lauf - und gibt das Saisonende bekannt. © dpa
Jubel dagegen bei Tina Maze (Slowenien). © dpa
Sie holt zum ersten Mal WM-Gold. © dpa
Die Freude ist so groß... © dpa
... dass Maze zu einer kleinen artistischen Einlage ansetzt... © dpa
... und vor Freude ein Rad schllägt. © dpa
Sie hat in jedem Fall Grund zur Freude: © dpa
Schließlich holt sie das erste alpine Gold für Slowenien seit 21 Jahren. © dpa
Die strahlende Siegerin: Tina Maze. © dpa
Für Viktoria Rebensburg reicht es dagegen "nur" für Rang 5. © dpa
Nach dem ersten Lauf war sie schon auf Medaillenkurs. © dpa
Aber am Ende muss sie sich mit einer Top-Ten-Platzierung begnügen. © dpa
Auch Maria Riesch war nach dem ersten Lauf noch guter Dinge. © dpa
Doch die Realtität holte die Lokalmatadorin im zweiten Lauf ein. © dpa
Riesch rutscht aus, verpasst das Tor und ist raus. © dpa
Maria Riesch beim Abstieg. © dpa
Da helfen auch tröstende Worte nicht viel... © dpa
... jetzt bleibt nur die Hoffnung,.. © dpa
... auf mehr Glück im Slalom am Samstag. © dpa
Rebecca Bühler aus Liechtenstein liefert den Sturz des Tages, der glimpflich verläuft. © dpa
Didier Cuche will trotz eingegipsten Daumens beim Riesenslalom antreten. © dpa
Siegerehrung: (v.l.) Federica Brignone (Italien, Silber), Tina Maze (Slowenien, Gold) und Tessa Worley (Frankreich, Bronze). © dpa
Die siegreichen Drei... © dpa
... strahlen vom Podest. © dpa
Bronze geht an Tessa Worley (Frankreich), die das Feld im zweiten Lauf noch einmal aufgerollt hat. © dpa
Silber fährt Federica Brignone (Italien) ein. © dpa
Gold für Tina Maze (Slowenien). © dpa

Die Speerspitze ist nun Philipp Schörghofer, der immerhin die WM-Generalprobe in Hinterstoder gewann. Zudem stand der 28-Jährige beim Weltcup-Finale 2010 auf der Kandahar auf dem Podium. Allrounder Romed Baumann, WM-Vierter im Super-G und Sechster der Abfahrt, vervollständigt das ÖSV-Quartett.

Die Erfolgsaussichten ohne Raich und Reichelt haben sich freilich verschlechtert. Das stellt Berthold nicht in Frage. Er geht jedoch von vornherein mit gedämpften Erwartungen an den Wettbewerb heran. Das Gerede von Edelmetall kann er nicht mehr hören. „Es geht mir auf die Nerven. Wir versuchen, das Medaillendenken intern eigentlich auszublenden.“ Nach den Hiobsbotschaften dürfte das derzeit nicht so schwer fallen. Und vier kleine Negerlein kann Österreich am Ende doch immer noch aufbieten.

Christian Fellner

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