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Wasis WM-Kolumne: Willkommen, Senior Neureuther!

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Markus Wasmeier schreibt über die WM © dpa

Garmisch-Partenkirchen - Ski-Legende Markus Wasmeier macht sich Gedanken zur WM. In seiner heutigen Kolumne heißt er Felix Neureuther beim Wettkampf willkommen:

Das wird heute sehr interessant! Im Teamwettbewerb kann man jetzt mal gar nichts vorhersagen. Da gibt’s keine Favoriten. Ich erinnere mich noch gut an das Weltcup-Finale 2010 in Garmisch-Partenkirchen. Da hat die tschechische Mannschaft den ersten Parallelwettbewerb völlig überraschend gewonnen. Es ist alles offen, und das macht es für die Zuschauer interessant. Da ist Action auf der Piste. Da wird jetzt Mann gegen Mann gefahren. Und als Skirennfahrer hast du ja eher selten einen, der noch neben dir fährt. Das ist für viele neu.

Deutschland tritt mit einem Mehr-Generationen- Team an, und das ist große Klasse. Stefan Luitz ist der Jüngste mit Jahrgang 1992, Felix Neureuther mit 1984 der älteste. Da kann ich nur sagen: „Willkommen, Senior! Jetzt bist schon der Älteste.“ Aber besser kann’s eigentlich für keinen in der deutschen Mannschaft laufen: Heute bekommen die jungen Fahrer wie Veronika Staber, Lena Dürr, Veronique Hronek und Luitz eine super Chance, sich bei einer Weltmeisterschaft zu präsentieren. Angeführt werden sie von den erfahrenen Profis wie Fritz Dopfer und Neureuther. Felix und Fritz können beim Team-Wettbewerb schon einmal reinschnuppern in die WM. Und ich weiß, gerade bei einem Parallel-Wettbewerb reißt der Felix Bäume aus, da gibt der alles. Und einem Dopfer trau’ ich im Riesenslalom einiges zu.

Die anderen aus dem deutschen Team wie die Maria Riesch oder die Viktoria Rebensburg dagegen tun gut daran, sich einen freien Tag zu gönnen, um weiter gesund zu werden. Um fit zu sein, wenn’s dann mit den nächsten Rennen weitergeht.

Auch wenn eine Einzelmedaille höher zu bewerten ist, der Teamwettbewerb ist nicht zu unterschätzen und gewinnt immer mehr an Bedeutung. Jetzt sitzen sie alle in einem Boot, so eine Situation kennt der Skirennfahrer ja nicht. Aber das ist heute eine Frage der Ehre. Und da wächst jeder über sich hinaus. Da ist alles drin. Ich lass mich gerne überraschen!

Markus Wasmeier

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