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Weltoffen und mit Flair: „Das ist das neue GAP!“

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Stimmungsvoll: GAP während der WM. © dpa

Garmisch-Partenkirchen - Weder Flair noch Feierlaune: Kritiker, vor allem mit österreichischem Zungenschlag, haben jahrelang kein gutes Haar an GAP gelassen. Spätestens jetzt müssen sie ihre Meinung revidieren.

„Unsere ausländischen Stammgäste erkennen den Ort nicht wieder“, berichtet WM-Chef Peter Fischer. DSV-Präsident Alfons Hörmann schwärmt: „Die Sonne ist aufgegangen! Der Ort hat sich Tag für Tag mehr in die WM-Stimmung hineingesteigert.“ Und Rosi Mittermaier berichtet von „positiven Rückmeldungen aus der ganzen Welt.“ Natürlich werden die Granden vom OK kaum ein negatives Wort über ihre „Festspiele im Schnee“ verlieren – aber auch nüchterne Analytiker halten die Einschätzung nicht für übertrieben.

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„Wir haben einen solchen Impuls gebraucht, das ist das neue GAP“, sagt Heimo Golaschewski. Der Szenewirt stammt aus der Steiermark, bemüht sich seit Jahren um Innovationen in Garmisch. Mit seinen Ideen – von zertifiziertem Glühwein bis zu Thai-Fingerfood am historischen Mohrenplatz – ist er oft gegen die Wand gerannt. Jetzt hat er die Chance, in seinem „Maronis“ das moderne Garmisch zu präsentieren: „Die WM ist eine Werbeplattform“, sagt Golaschewski. Es gehe nicht so sehr um die Umsätze. „Wichtig ist, dass die Gäste wiederkommen.“

Zugegeben: Hinter den Kulissen wird auch Kritik laut. Die Bergbahnen verkaufen während der WM weniger Tickets, in den Geschäften war wenig los, sogar Hotelbetten blieben leer. „Aber was wirklich zählt, ist die Nachhaltigkeit“, sagt Bürgermeister Thomas Schmid. Der Ort dürfe nicht dieselben Fehler machen wie nach der WM 1978. Damals seien Investitionen auf die lange Bank geschoben worden, erläutert der Rathauschef. Mit dieser WM sei ein Wandel eingetreten – auch in den Köpfen. WM-Macher Fischer: „GAP muss diesen Schwung jetzt mitnehmen.“

A. Beez, M. Müller

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