Wettergott: Keine Lust auf Party!

Es hätte so nett werden können: chillen, grillen, feiern, tanzen unter freiem Himmel, mitten in München, mitten im hippen Schlachthofviertel in einem 100 Jahre alten, Denkmalgeschützten Innenhof.

Nachmittags anfangen, irgendwann später weiter abrocken im benachbarten Club unter der musikalischen Leitung eines DJ-Superstars, der diesen Titel durch zahlreiche Chart-Platzierungen ehrlich erworben hatte.

Hätte, wäre, wenn … Es kam mal wieder anders, und schuld war das Wetter. Strömender Regen, als der Munich Sound Garden im Lindwurmhof am Samstagnachmittag eröffnete, kaum Gäste. Noch bevor die Dämmerung einsetzte, zogen die Veranstalter den Stecker von der Außenbühne, die im schmucken Hof aufgebaut war.

„So eine Sch …“, meinte ein Partygänger enttäuscht zu seiner Begleitung mit Blick auf die Techniker, die kurz nach Mitternacht das letzte Equipment in Sicherheit brachte. Bis in den frühen Morgen sollte dort gerockt werden, um 2 Uhr sollte mit dem Münchner Joseph Disco der letzte DJ das Mischpult entern. Statt dessen nur „Business as usual“ drinnen im The Garden Club, aber auch hier Lücken auf dem Dancefloor.

Wird Mousse T., der mit seinem „Sex Bomb“ Remix Tom Jones Ende der 90er Jahre zu einem fulminanten Comeback verhalf, auch nicht allzu oft erleben. In einem doch recht übersichtlichen Club vor nicht ausverkauftem Haus zu spielen, noch dazu, nachdem der Gig als sein einziger diesen Jahres in München angepriesen wurde. Allerdings kamen die Partypeople voll auf ihre Kosten, der Hannoveraner mixte, was die Technik hergab, und als er am frühen Sonntag fertig war, galt das noch mehr für sein Auditorium, das sich die Seele aus dem Leib getanzt hatte.

***Der Sound Garden war indes nicht die einzige Location, die am Wochenende vor Kälte, Wind und Regen schlapp machte. Auch die baby!-Crew schloss entnervt ihr spektakuläres Exil auf dem Marstallplatz, das wegen des Wetters nie so richtig in Fahrt kam, und zog eine Woche früher als geplant ins Stammhaus am Maximiliansplatz zurück. Schade, schade …

***Wer das Wochenende mit ein paar Drinks verlängern möchte: Der Blue Monday in der Milchbar (Sonnenstraße 25) ist seit zehn Jahren eine der wildesten Montags-Partys der Stadt, bei denen der Sound der 80er Jahren fröhliche Urständ‘ feiert. Ab 23 Uhr.

Thomas Oßwald

Quelle: tz

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