Kneipen-Betreiberin startet Suchaufruf

Münchner Wirtin verzweifelt: „Hilfe, wer hat mein Busenbild geklaut?“

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Alexandra Illingworth sucht ihre Ananas-Lampe und ihr Busenbild.

München - Eine Münchner Kneipenwirtin ist verärgert: Ihr sind ein Busenbild und eine Ananas abhanden gekommen. Sie bittet nun um Mithilfe.

Wer macht denn bitte so etwas? In der Kooks-Bar in der Geyerstraße (südliches Glockenbachviertel) sind zwei geliebte Einrichtungsgegenstände abhanden gekommen: ein Busenbild und eine Leucht-Ananas.

Alexandra Illingworth, die vor gut einem Jahr die Kneipe mit Wohnzimmeratmosphäre gemeinsam mit dem Exil-Kanadier Matt Devereux eröffnet hat, hatte bereits vor zwei Wochen den ersten Facebook-Aufruf gestartet: „An den Menschen, der meine Ananas-Lampe aus dem Kooks aus Versehen mitgenommen hat ... BITTE bring sie zurück. Es war ein Geschenk“, heißt es. Dazu eine ungewöhnlicher Anreiz: „Ich belohne Dich sogar, wenn Du die Eier hast, sie zurückzubringen, ehrlich. Bist sicher schon wieder nüchtern. Wie man unten sieht, hab ich die Lampe auch wirklich lieb.“

Hier hält sich ein weiblicher Gast das Busenbild als Dekolleté hin.

Das Facebook-Foto oben zeigt Illingworth mit besagter Lampe. Und sie vermisst noch ein weiteres Schmuckstück: „Die das Busenbild geklaut haben ... das war übrigens auch ein Geschenk.“ Busenbild? Es handelt sich um ein großes Dekolleté im Dirndl, das wie die Ananas-Lampe als Deko des Ladens diente. Auch ein anderes Bild haben Langfinger verschleppt, im Gegensatz zu dem mit den Brüsten ist es aber schnell wieder aufgetaucht. „Das andere Bild hab ich in einer Kneipe um die Ecke wiedergefunden. Ihr seid ja drauf“, heißt es in dem Facebook-Beitrag.

Das Busenbild sei kurz vor Weihnachten verschwunden, die Lampe wohl zwischen 3. und 10. Januar. „Ich hab‘s bemerkt als ich vom Urlaub wieder kam. Ich kann‘s noch immer nicht glauben. Lustig finden wir es nicht.“

Wie Illingworth auf Anfrage am Donnerstag bestätigte, fehlt weiterhin jede Spur von Ananas-Lampe und Busenbild. Sie nutzte die Erinnerung, einen neuen Aufruf bei Facebook zu starten. Bisher auch ohne Erfolg.

An seinem Stammplatz an der Wand hängt das Busenbild jetzt nicht mehr - einfach geklaut!

Vielleicht sorgt ja unser Artikel dafür, dass sich bei dem oder den Tätern ein schlechtes Gewissen einstellt und sie Ananaslampe und Busenbild zurückbringen. Erst recht, wenn die Unbekannten erfahren, was Illingworth mit den Schmuckstücken verbindet. „Die Ananas-Lampe haben mir Lucy und Joschua, gute Freunde und gern gesehene Gäste, kurz vor Weihnachten geschenkt. Wir lieben die Lampe. Sie ist funky, a bisserl 80ies und wirft ein Hammerlicht“, so Illingworth. Auch das Brüstebild stammt von einem Stammgast. „Das Busenbild hat mir die Pixie im August geschenkt. Sie wollte mir was Persönliches für die Bar schenken. Erworben hat sie es auf dem Glockenbach-Hinterhofflohmarkt und eifrig einen Platz dafür gesucht und gefunden. Hinterm DJ-Pult.“

Der eindringliche Aufruf der Wirtin an den oder die Übeltäter: „Betrunken Gläser mitgehen lassen, na gut ist mir relativ wurscht, aber persönliche Sachen ...“, so Illingworth. „Wir wollen die Sachen gerne wieder und zeigen niemanden an, sondern trinken ein Bier zam bei der Übergabe! Wir machen dann ein Fest. Ernsthaft.“ Sie habe übrigens bei der Lampe „einen Verdacht, will ihn aber nicht aussprechen. Ich gebe die Hoffnung nicht auf.“

Also: Liebe Langfinger, habt ein Herz!

lin


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