Wo Narren in die Saison starten

+
Bitte ein Kölsch: beim Kölner Abend in der Mariechen Bar fließt das Reissdorf in Strömen.

München - Jetzt sind sie also wieder los, die Narren, und auch wenn es hierzulande nicht besonders cool und hipp ist, sich temporär eine neue Identität als Cowboy, Indianer, Biene Maja oder Prinzessin zu verschaffen und so gewandet in Szene-Clubs aufzuschlagen:

hinter den Bergen bei den sieben Zwergen, im Prinz Poldi Land sieht man das anders. Weshalb ausschließlich auch rheinländisch ambitionierte Locations das närrische Datum zum Anlass nehmen, um was los zu machen. Allen voran der Coellner im Paragraph, der so heißt, weil er gegenüber dem Arbeitsamt liegt und Wirte wie auch die meisten Gäste aus dem Rheinland stammen. Weil Karnevalsanfang dort aber so was ist wie im übrigen Bundesgebiet Silvester und Halloween zusammen, also der größt‘ anzunehmende Kampftag von Närrinnen und Narrlesen, ziehen die Wirte Joachim Pohl und Richard Merheim heute in die Freiheizhalle an der Donnersberger Brücke (Rainer Werner Fassbinder-Platz 1). Nicht einfach so, nein, sondern mit einer Straßenbahnsonderfahrt – „natürlich kostümiert“, darauf besteht Joachim Pohl. An Bord reichlich Reissdorf Kölsch vom Fass - für alle Nicht-Kölner: „das ist so was wie für die Münchner Augustiner“ – erklärt Pohl – , und mit Frikadellen und Mettbrötchen. Klar, dass es um 11.11 Uhr los geht, an der Trambahn-Haltestelle Herzogstraße, von dort einmal durch die Stadt bis zum Endpunkt Donnersbergerstraße, wo für alle Nachzügler um 14.11 Uhr die erste Karnevals-Party der Saison mit Kölner Musik von BAP bis zu den Bläck Föss und Open Eend ihren Lauf nimmt. Der Straßenbahn-Trip kosten 40 Euro inklusive „All you can drink & eat“, der Eintritt in die Freiheizhalle ist hingegen frei.

Alternativ können sich schunkel-willige Frohnaturen beim „Kölner Abend“ verlustieren. Die monatliche Club-Nacht von Gerd Schneider steigt wie immer in der Mariechen-Bar, die allerdings vom N.Y.Club ab sofort ins Max & Moritz am Maximiliansplatz 5 gezogen ist. Auch dort gibt es Reissdorf Kölsch vom Fass, lustige Musik von DJ Ralle und einen noch luschdigeren Eintrittspreis: 3,33 Euro, was haben wir gelacht. Und ja, hahaha, hihihi, die Fete beginnt um 17.11 Uhr. Für Schneider ist der Ortswechsel durchaus praktisch. Unter derselben Anschrift, nur hinter einem anderen Eingang, feiert er seit letzter Woche immer Dienstag auch sein „Easy Listening“ im 089. Ganz humorlos ab 21 Uhr. Helau.

Quelle: tz

Auch interessant

Kommentare