So lief die After-Show-Party

Rekord-Spektakel Nockherberg: Das sagen die Macher

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Das Singspiel wurde gefeiert.

München - Bei der krachenden Nockherberg-After-Show-Party war die Freude groß über den Riesen-Erfolg. Kommt das Rekord-Team auch 2016 wieder zum Politiker-Derbleckn zusammen? 

Als die Scheinwerfer schon aus und die Kostüme abgelegt waren, ging die Vorstellung noch einmal von vorne los: Paulaner-Chef Andreas Steinfatt beorderte sein Nockherberg-Ensemble samt Mama Bavaria ins Eiswerk zur After-Show-Party. Und dort legten nicht nur die Doubles einen fulminanten Auftritt hin!

Die Politiker und ihre Doubles nach dem Singspiel: Markus Söder und Stephan Zinner, Horst Seehofer mit Christoph Zrenner sowie Merkel-Darstellerin Antonia von Romatowski.

Energieministerin Ilse Aigner (CSU) war von Marcus H. Rosenmüllers Raketen-Singspiel offenbar so elektrisiert, dass sie sich gleich selbst auffressen lassen wollte und mit ihrem Double lauthals sang. So wie es Angela Ascher einige Stunden zuvor auf der Bühne ergangen war, als sie von den „Kannibalen“ Horst & Co. umzingelt wurde. Oder Dieter Reiter (SPD): Der OB schnappte sich weit nach 1 Uhr das Mikro und stimmte das „Hey, hey, hey, ich bin der goldige Reiter“-Medley einfach selbst noch mal an.

Tief drunten in den Kellergewölben des Eiswerks gingen die Nockherberg-Giganten durch die Decke – so wie ihre Quote. Der BR meldete gestern Mittag ein Rekordergebnis: Mit 2,05 Millionen Zuschauern in Bayern und einem Marktanteil von 43,2 Prozent war es der erfolgreichste Salvator-Anstich aller Zeiten. Im Raum München verbuchten Luise Kinseher & Co. satte 64,9 Prozent. Und deutschlandweit verfolgten das Spektakel sogar 2,80 Millionen Zuschauer, was einer Quote von 9,7 Prozent entspricht. Genauso stark war der Nockherberg nur im Jahr 2002.

Die Singspiel-Macher: Regisseur Marcus H. Rosenmüller (l.) und Autor Thomas Lienenlüke.

Die Erfolgsgaranten diesmal: eine bissige Bavaria und ein sensationelles Singspiel. Autor Thomas Lienenlüke ist für beide Stücke (mit-)verantwortlich: „Ich denke, dass wir in den vergangenen Jahren eine Qualitätsmarke gesetzt haben. Vielleicht geht die Quote deshalb kontinuierlich nach oben.“ Seit Sommer habe er Material für Rede und Singspiel gesammelt. „Kurz vor der Aufführung fand ich einige Pointen gar nicht mehr lustig. Aber wohl nur, weil ich sie selbst schon so oft gehört beziehungsweise gelesen habe. Egal: Dem Publikum schien es gefallen zu haben“, resümiert Lienenlüke am Tag danach im Gespräch mit der tz.

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Ihr fünfter Auftritt als Fastenpredigerin Bavaria war der stärkste: Luise Kinseher.

Ob er auch nächstes Jahr wieder mit Rosenmüller und Kinseher zusammenarbeitet, steht noch nicht fest. Nur so viel: „Ich hätte Riesen-Lust weiterzumachen.“ So sieht es auch die Bavaria, die nach ihrem bereits fünften Auftritt jetzt schon eine kleine Ära begründet hat. „Das ist einfach ein super Team, ich hoffe, dass wir auch 2016 gemeinsame Sache machen“, sagte Kinseher.

Sebastian Arbinger, Stefan Dorner

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