Bewerbung

Olympia 2022: DOSB votiert geschlossen für München

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Der DOSB stellt sich geschlossen (mit Enthaltung des Deutschen Alpenvereins) hinter Münchens Olympia-Bewerbung.

München - Der Startschuss ist gefallen: Die Vertreter des Deutschen Sports stellen sich hinter die Bewerbung von München und seinen Partnern für Olympia 2022 - einstimmig bei einer Enthaltung.

Bereits bei den Wortbeiträgen der Fraktionen im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zeichnete sich eine einmütige Unterstützung der Münchner Pläne ab. Das spiegelte sich im Ergebnis wider: einstimmig bei einer Enthaltung. Sie stammt vom Deutschen Alpenverein (DAV), der erst bei seiner Mitgliederversammlung am 8. November über eine Beteiligung entscheiden wird. Bei der Bewerbung 2018 hatte er sich stark eingebracht.

Zwei Tage später, am 10. November 2013, stimmen die Bürger in der Stadt München und im Markt Garmisch-Partenkirchen sowie in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land bei vier Bürgerentscheiden über diese Bewerbung ab. Notwendig sind für die weiteren Schritte vier erfolgreiche Abstimmungen für die Befürworter; würde nur eine Kommune dagegen votieren, wären die Pläne gescheitert. Am 14. November endet die Bewerbungsfrist beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) in Lausanne. Das IOC vergibt die Spiele Ende Juli 2015 in Kuala Lumpur.

Vor den Vertretern der Mitgliedsorganisationen und der Sportverbände hatten die Befürworter mächtig um Unterstützung geworben. Und für ein deutliches Votum. "Ich hoffe auf ein überragendes und ein überzeugendes Ergebnis", betonte der amtierende Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, Hans-Peter Krämer. Der Vorsitzende des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV), Günther Lommer, brachte seine große Hoffnung auf ein "klares, ein möglichst einstimmiges Votum" zum Ausdruck, "damit der Sport mit einer Stimme hinter der Bewerbung steht". Und er zeigte sich zuversichtlich: "Auf jeden Fall sehen wir uns bei den Olympischen Spielen 2022 hier wieder", sagte er bei der DOSB-Tagung am Montagnachmittag in der Münchner Olympiahalle.

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"Altbewährtes bleibt erhalten, und Neues entsteht, wo es langfristig im Einklang mit der Natur und mit den Menschen verantwortbar ist", sagte Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) zum neuen Sportstätten-Konzept. Es sieht München als Zentrum (mit den Eisdisziplinen) sowie die Partner Garmisch-Partenkirchen (Ski alpin, Skisprung und Nordische Kombination), Ruhpolding (Biathlon und Langlauf) und Schönau am Königssee (Bob und Rodeln) vor. Ude rief den Vertretern des deutschen Sports zu: "Gehen wir heute gemeinsam den ersten Schritt, und stellen wir heute die Ampeln auf Grün!" Er sieht für die Kandidatur 2022 "größere Chancen" als beim Anlauf für 2018.

Von den Emotionen der Sportler und ihrem großen Wunsch nach Olympischen Spielen in der Heimat sprachen frühere Spitzensportler wie Marina Kiel (1988 Olympiasiegerin in der Abfahrt) und Markus Wasmeier (1994 Doppel-Olympiasieger in Super-G und Riesenslalom) sowie aktive Sportler wie Skirennläuferin Maria Höfl-Riesch aus Garmisch-Partenkirchen.

Matthias Holzapfel

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