Aufregung um Pistole

Nach „Zwischenlagerung“ verschwunden: Münchner Polizei vermisst Dienstwaffe - Sprecher nimmt Stellung

Aufregung bei der Polizei in München. Laut eines Medienberichts ist dort eine Schusswaffe verschwunden. Jetzt ermittelt das LKA.

  • Bei der Polizei in München ist eine Schusswaffe verschwunden.
  • Das Landeskriminalamt ermittelt jetzt nach dem Verlust der Pistole.
  • Auch andere Polizeidienststellen in Deutschland melden Verluste.

München - Die Polizei in München ist auf der Suche nach einer verschwundenen Pistole. Die Waffe werde bereits seit Oktober dieses Jahres vermisst. Es soll sich laut eines Bild-Berichts um eine Dienstpistole des Typs „Heckler & Koch P7“ handeln.

Verschwundene Pistole der Polizei München stand in der Kritik

Die Waffe wurde 1979 eingeführt, sorgte in den 90er Jahren für Kritik, nach dem durch Fehlbedienung mehrere Menschen zu Tode gekommen waren. Bayern war das letzte Bundesland, in dem Polizisten die P7 verwendeten. Auch über Ladehemmungen der Waffe berichteten Polizisten in der Vergangenheit.

Alte Pistole wurde in München durch ein neues Modell ersetzt

Bei der Polizei in München war das Model beim bisherigen Inhaber durch das aktuelle Modell, eine „SFP9“ von Heckler & Koch, getauscht worden. Weil das alte Modell ausgemustert werden sollte, habe sich laut des Bild-Berichts in der sogenannten „Zwischenlagerung“ befunden. 

Wie ein Sprecher der Polizei München gegenüber dem Blatt sagte, sei bei einer Prüfung des Bestands festgestellt worden, dass die Waffe verschwunden sei. Inzwischen ermittle das bayerische Landeskriminalamt (LKA). Dieses soll jetzt klären, wo die Waffe geblieben ist.

Nicht nur bei der Polizei München verschwinden Dienstwaffen

Nicht nur bei der Polizei in München verschwinden plötzlich Schusswaffen. Auch bei der Polizei in Berlin sind laut eines Berichts des Tagesspiegels seit 2010 Schusswaffen verloren gegangen - zehn an der Zahl. Bei einer Flughafen-Kontrolle tauchte eine dieser Waffen laut dem Bericht wieder auf. Ein Polizist aus Berlin hatte unterdessen seine Pistole auf einer Toilette vergessen.

Bei der Bundeswehr sollen dagegen seit 2010 insgesamt 75 Gewehre und Pistolen verschwunden sein. Außerdem seien fast 57.000 Schuss Munition entwendet worden, berichtet das Nachrichtenmagazin Spiegel unter Berufung auf eine als vertraulich eingestufte Liste des Verteidigungsministeriums.

Auch Niedersachsen sucht verschwundene Pistolen

In Niedersachsen sind unterdessen zwischen 2016 und 2019 fünf scharfe Pistolen mit etwa 80 Patronen abhandengekommen. Das geht aus einer Kleinen Anfrage der FDP-Fraktion hervor. Das Innenministerium dort bezeichnet die Verlustfälle als „kein neues Phänomen“. Bei den zahlreichen und zumeist unvorhersehbaren Einsatzlagen insbesondere im Einsatz- und Streifendienst, aber auch bei geschlossenen Einsätzen komme es laut Innenministerium „insbesondere bedingt durch die Einsatzsituationen vor, dass Ausrüstungsgestände verloren gehen.“

Bei der Polizei München stellt sich der Waffenverlust allerdings anders dar. Die Pistole war bereits verwahrt und aus dem Verkehr gezogen - und ist jetzt futsch. dag

Die Polizei verhaftete am Sonntag vor einem Nobel-Club in München einen Mann. Kollegen kamen mit einem VW-Bus zur Unterstützung. Daraufhin wurde der 27-Jährige schwer verletzt.

Rubriklistenbild: © dpa / Tobias Hase

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