Nach einer Feier

18-Jähriger irrt ganze Nacht durch den Forst

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Hinweisschilder weisen den Weg im Ebersberger Forst. Doch längst nicht überall. Schnell kann man sich verlaufen.

Pöring - Zuerst war’s lustig, dann wurde es gruselig. Ein 18-jähriger Zornedinger hat sich nach einem Fest in Wolfesing auf dem Heimweg verlaufen. Er irrte die ganze Nacht im Ebersberger Forst herum - bis ihn die Pöringer Feuerwehr fand.

In den frühen Morgenstunden wurde die Feuerwehr Pöring zu einer Personensuche alarmiert. Die Einsatzkräfte waren von der Ebersberger Polizei verständigt worden. Über Notruf hatte ein Jugendlicher um Hilfe gebeten. Er war auf dem Heimweg von Wolfesing nach Zorneding falsch abgebogen und im Ebersberger Forst gelandet. In der Nacht verlor er rasch die Orientierung und kam immer tiefer in den Wald rein. Als ihm klar wurde, dass er aus eigenen Stücken nicht mehr herausfinden würde, setzte er einen Notruf ab.

Die Pöringer Einsatzkräfte schildern, was dann passierte: „In der ersten Meldung gab der Jugendliche an, sich auf dem ,Berger Geräumt’ zu befinden. Mit vier Fahrzeugen suchten wir das komplette Geräumt mit Nebenstraßen ab, konnten den jungen Mann jedoch nicht finden.“

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Um eine möglichst große Fläche abzusuchen, fuhren Feuerwehrautos gleichzeitig von Eglharting, Wolfesing und Obelfing in den Ebersberger Forst ein. „An den Kreuzungspunkten haben wir das Martinshorn und das Blaulicht eingeschaltet“, berichtet Kommandant Anton Niebler. Die Feuerwehrmänner hatten die Hoffnung, dass der junge Mann so auf sie aufmerksam werden würde. Der 18-Jährige blieb aber vorerst verschwunden.

In einem weiteren Anruf teilte der Zornedinger der Rettungsleitstelle schließlich mit, dass er sich mittlerweile an der Kreuzung „Kling Geräumt/Hetzplatz Geräumt“ befinden würde. Kein Wunder, dass ihn die Feuerwehrler nicht fanden. „Diese Kreuzung ist etwa drei Kilometer vom Berger Geräumt und sechs Kilometer von Pöring entfernt, mitten im Ebersberger Forst“, so Niebler.

Nach dem zweiten Anruf konnte der Jugendliche sehr schnell gefunden werden. Er befand sich nur 500 Meter von der Straße von Anzing nach Ebersberg entfernt, in der Nähe der Wildruhezone, wie Niebler berichtet. Insgesamt brauchten die Feuerwehrmänner für die Personensuche mit mehreren Fahrzeugen und elf Einsatzkräften 45 Minuten. Interessant bei dem Einsatz war, dass der Jugendliche mit dem Handy zwar kein Netz mehr hatte, der Notruf 112 aber noch funktionierte.

„Wir haben den jungen Mann dann erst mal zu uns ins Gerätehaus mitgenommen, wo er sich aufwärmen konnte und was zu trinken bekam“, berichtet Kommandant Niebler. Der 18-jährige sei ziemlich mitgenommen gewesen von der Nacht im Ebersberger Forst. Als sich der Zornedinger einigermaßen erholt hatte, wurde er von einem Feuerwehrmann, der ein Radl dabei hatte, heimbegleitet. Damit er sich nicht wieder verläuft.

Michael Seeholzer

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