Mit Küchenmesser in Geschäft

„Dann bist du tot!“ - Lottogeschäft-Inhaber treibt Räuber in die Flucht 

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Dieses Lotto-Geschäft in Kirchseeon hatte der Angeklagte Anfang Mai dieses Jahres überfallen. 

Weil er mit der Freundin in Urlaub fahren wollte, ist ein 19-jähriger Bosnier aus Kirchseeon einer kriminelle Idee verfallen: Er überfiel ein Lottogeschäft in Kirchseeon und einen Supermarkt in Grafing.

Kirchseeon/Grafing –  Vor dem Landgericht München II gab der junge Mann am Dienstag alles zu. Dort muss er sich wegen besonders schwerer räuberischer Erpressung, versuchter besonders schwerer räuberischer Erpressung, versuchter Körperverletzung und Sachbeschädigung verantworten.

Der 19-Jährige schilderte vorweg eine gescheiterte Schul- und Berufslaufbahn. Als er auch den Job in einer Leihfirma kündigte, weil ihm das Gehalt zu gering war, geriet er auf die schiefe Bahn.

Er habe nicht gewollt, dass seine Mutter traurig ist – und der Freundin hatte er schon einen Urlaub für 1000 Euro in Polen versprochen. Da sei er auf die Idee verfallen, das Lottogeschäft zu überfallen.

„Der hatte überhaupt keine Angst“

Der junge Mann holte ein Küchenmesser und bastelte sich eine Maske. Am Morgen des 4. Mai ging er dann ins Geschäft, hielt dem Inhaber das Messer entgegen und forderte Geld. Dieser weigerte sich. Deshalb sagte der 19-Jährige: „Dann bist du tot.“ Doch der Geschäftsmann weigerte sich weiter und griff zum Pfefferspray. „Der hatte überhaupt keine Angst vor dem Messer“, wunderte sich der junge Mann, der schließlich abhaute. 

Nachdem vier Wochen nichts passierte, traute er sich ein zweites Mal und überfiel am 1. Juni mit dem Küchenmesser den Supermarkt in Grafing, in dem er eine Ausbildung begonnen hatte. Die Filialleiterin, die er mit Stichbewegungen bedrohte, gab ihm 500 Euro. Er wollte mit der S-Bahn fliehen, doch die Polizei zog ihn wieder raus. Seitdem sitzt er in U-Haft. Der Prozess dauert an.

Den ganzen Artikel mit der Vorgeschichte lesen Sie hier auf merkur.de. 

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