39-Jähriger gibt Sex mit Adoptivsohn zu

München - Er muss sich in einem Prozess wegen Vergewaltigung verantworten. Vor Gericht hat der 39-Jährige zugegeben, mit seinem 13-jährigen Adoptivsohn Sex gehabt zu haben.

Ein 39 Jahre alter Mann hat vor dem Münchner Landgericht Sex mit dem ihm anvertrauten minderjährigen Sohn von Freunden zugegeben. Gewalt habe er aber nie angewendet, beteuerte der Betreiber einer Cocktailbar am Dienstag. Laut Anklage hat der Mann von Ende 2009 an den damals erst 13-jährigen von ihm adoptierten Bub in 80 Fällen vergewaltigt und sexuell missbraucht.

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Der 39-Jährige bestritt, dass er den Bub adoptiert habe. Außerdem sei das Kind bereits älter als 14 Jahre alt gewesen. Der Mann sagte, er sei in seiner Heimat Trinidad und Tobago mit den Eltern des Buben befreundet gewesen. Nachdem er eine deutsche Lehrerin geheiratet habe und ihr nach Bayern gefolgt sei, habe der Bub mit Einverständnis seiner Eltern beschlossen, bei dem Angeklagten zu leben. Mangels einer Geburtsurkunde sei das Kind als sein jüngerer Bruder eingereist. Damit begründete der Angeklagte auch die Differenz des von ihm genannten Alters des Buben zu dem in der Anklageschrift angegebenen Geburtsdatum. Der Junge sei in die Schule gegangen und habe ihm nachmittags sowie an den Wochenenden im Lokal geholfen.

Der 39-Jährige lebte zuletzt mit dem Jungen allein, weil er von seiner Frau nach einem heftigen Streit hinausgeworfen worden sei. Es sei zum Sex mit dem Jungen gekommen, aber nicht so oft, wie von der Staatsanwaltschaft angenommen. Der Junge war nach einem Streit mit dem Angeklagten zur Polizei gegangen und hatte so das Verfahren in Gang gebracht.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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