49-Jähriger zersticht aus Wut Reifen

Landkreis - Drei Tage lang zog ein 49-jähriger Münchner Anfang Mai mit einem Milchdosenöffner durch den Landkreis und zerstach damit Autoreifen. Jetzt konnte die Polizei den Reifenstecher dingfest machen. Ein Verwandter des Täters brachte die Ermittler auf die richtige Spur.

In Garching begann die Serie der Zerstörung. Hier zerstach der Münchner in der Nähe eines Pflegeheims die Reifen eines geparkten Fahrzeugs. Anschließend wütete er in Haar auf drei verschiedenen Parkplätzen des Isar-Amper-Klinikums und zerstörte die Reifen an 32 Fahrzeugen.

Auch außerhalb des Landkreises stach der 49-Jährige zu: In Aßling (Kreis Ebersberg) an einem Wohnmobil, in Großkarolinenfeld (Kreis Rosenheim) an zwei Fahrzeugen, und schließlich zerstach er auch die Reifen eines Autos in Rosenheim. Im Laufe der weiteren Ermittlungen half ein Hinweis eines 47-Jährigen, dessen Autoreifen ebenfalls zum Opfer fielen, die Fälle zusammenzuführen. Er vermutete, dass hinter den Taten der 49-jährige Münchner stecken könnte, mit dem er entfernt verwandt ist.

Mit einem Durchsuchungsbeschluss durch die Staatsanwaltschaft statteten die Ermittler dem Tatverdächtigen am Montag einen Besuch ab. In seiner Wohnung fanden die Beamten auch das Tatwerkzeug: ein Milchdosenöffner mit Holzgriff. Gegenüber der Polizei gestand der 49-Jährige die Taten. Als Motiv gab er an, aus verschiedenen Gründen wütend auf die Geschädigten gewesen zu sein. Nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung wurde der 49-Jährige wieder auf freien Fuß gesetzt. Ob er sich vor Gericht für seine Taten verantworten muss, ist noch unklar.

Rubriklistenbild: © dpa

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