7000 suchen Hoffnung beim "Wunderheiler"

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Anstehen für den Wunderheiler: 7000 wollten am Samstag Wunderheiler Braco in der Garchinger Stadthalle erleben

Garching - In der Stadthalle Garching bot der kroatische "Wunderheiler" Braco Interessenten seinen „gebenden Blick“ an – und 7000 kamen! Er macht weder Heilsverprechen, noch stellt er Diagnosen.

Der Mann sagt, er mache keine Heilsversprechen, er stelle keine Diagnosen und er führe auch keine Behandlungen durch – und trotzdem ist er für Tausende Menschen ein Mann, der Wunder vollbringen kann. Jetzt war er zum ersten Mal in München. In der Stadthalle Garching bot Braco Interessenten seinen „gebenden Blick“ an – und 7000 kamen!

Fotos: "Wunderheiler" Braco in Garching

Wunderheiler Braco in Garching

Gebender Blick? „Ja, Herr Braco schaut die Gruppe nur an, dabei kann jeder, der bereit ist, sich dafür zu öffnen, eine ungeheure Energie spüren“, erklärt Kurt Schumacher, einer der Organisatoren der Veranstaltung, die Vorgehensweise des Kroaten.

Eine Sitzung in der Stadthalle dauert an diesem Tag 35 bis 40 Minuten. 400 bis 600 Menschen drängen sich dabei in den Saal. Empfangen werden sie von zwei Rednern. Sie bereiten die Menge auf Bracos Auftritt vor. „Wünschen Sie sich einfach für sich und ihre Liebsten das Beste“, lautet ihr Ratschlag, dazu berichten Braco-Anhänger von ihren Erfahrungen, und schließlich erscheint der Kroate.

Er steigt auf ein Podest und schaut in die Gruppe – erst zu Musik, dann, nach einer kurzen Pause, noch einmal ohne jede Untermalung. Rund zehn Minuten ist er präsent. „Das reicht, um sich mit seiner positiven Energie aufzuladen“, sagt Kurt Schumacher. Der Bauingenieur, der in München ein Büro hat und am Chiemsee lebt, war vor zwei Jahren zum ersten Mal bei einer Veranstaltung mit Braco. „Seitdem“, sagt er, „hab ich sehr viel Frieden und Ruhe gefunden“.

Sicherheitshalber dürfen Schwangere und Kinder nicht zu Braco. Der „Energiefluss könnte zu groß sein“, meint Schumacher. „Deshalb waren auch drei Ärzte da. Denn man kann nie wissen, was bei Braco passiert.“ Ein Gelähmter soll einmal aus seinem Rollstuhl aufgestanden und gegangen sein. Andere sollen nach der Begegnung mit Braco ihr Leben komplett geändert haben. Und das alles für fünf Euro – so viel kostet der Eintritt. „Aber davon nimmt Braco nichts“, versichert Kurt Schumacher. „Mit den Einnahmen bezahlen wir den Raum, die Werbung und alle anderen Unkosten.“

Die eine oder andere DVD der Hoffnung oder Schmuck und Souvenirs verkauft Braco allerdings schon …

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