Dieser Hund legt die A8 bei Dachau lahm

Wau! Stau auf der Autobahn

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Hündin Venice sorgte für Trubel auf der A 8.

Dachau – Knapp drei Stunden lang hat eine unfolgsame Hündin die Autobahnpolizei Fürstenfeldbruck in Atem gehalten. Der Mischling spielte Katz und Maus mit zwei Polizeibeamten, einem Polizeihundeführer und einem Tierarzt.

Eine ebenso freche wie hübsche griechische Streunerin namens „Venice“ (2) legte am Mittwoch Abend zeitweise den Berufsverkehr auf der A8 bei Dachau lahm. Der übliche Abend-Stau und die unendliche Geduld der Fürstenfeldbrucker Verkehrspolizisten retteten der wilden, kleinen Ausreißerin das Leben.

Erst eine Stunde vorher war die griechische Hündin mit Flugpaten im Auftrag einer Tierschutzorganisation aus Patras eingeflogen. Der hundeerfahrene Karlsruher Tierfreund und Geschäftsmann Peter K. (40) übernahm die Kurierfahrt und holte Venice am Münchner Flughafen ab. Auf dem Autobahnparkplatz hielt er gegen 16.30 Uhr an: „Ich dachte, sie wird ja mal müssen.“ Er leinte die Hündin an. Sie sprang aus dem Auto. Genau in diesem Moment brach der Karabinerhaken. Und weg war sie – Richtung Autobahn! „Mir ist fast das Herz stehengeblieben.“ Auf der A8 staute sich gerade der Feierabend-Verkehr. Alle Autofahrer konnten bremsen. 30 Minuten lang versuchte Peter K. allein, die Hündin einzufangen: „Es war chancenlos. Venice und ich kannten uns erst 20 Minuten. Warum hätte sie auf mich hören sollen?“

In seiner Not rief Peter K. die Verkehrspolizei, die mit einem Hundeführer anrückte und die Autofahrer mit Blaulicht warnte. Zwei Stunden lang ging die wilde Jagd. Doch Venice ließ sich nicht fangen, wechselte ständig zwischen Autobahn und Parkplatz: „Es wurde gefährlich für die Autofahrer. Die Polizisten hätten sie im Notfall erschießen müssen. Doch der Hundeführer sagte immer: Die kriegen wir!“ Ein Tierarzt kam mit dem Betäubungsgewehr. Doch zum Schuss kam er nicht. Venice war zu schnell. Nach drei Stunden ging Venice endlich die Luft aus. „Sie legte sich hin. Der Hundeführer hat dann zugepackt.“

Überglücklich schlossen die neuen Besitzer die liebe Hündin am Abend in Karlsruhe in die Arme. Und überglücklich ist auch Peter K.: „Ich bin der Polizei so dankbar. Ich mag gar nicht drüber nachdenken, wenn ein Unfall passiert wäre. Oder ich den Besitzern hätte sagen müssen, dass ihr Hund erschossen wurde.“

Dorita Plange

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