Bombendrohung in Köln: Polizei spricht von „Gefahrenlage“

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Ausflug nimmt plötzliches Ende

Supersportwagen mit 600 PS in Bayern gestoppt - Polizei greift hart durch

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Die Polizei in Bayern stoppt einen Supersportwagen mit 600 PS - und muss sofort handeln.

Immer wieder wird die A95 bei Garmisch als Raser-Strecke missbraucht. Das Pikante daran: Reiseunternehmen in aller Welt verdienen Geld damit.

München/Krün – Die A95 hat weltweit unter Fans PS-starker Boliden einen legendären Ruf: Auf über 60 Kilometer Länge kann man beinahe durchgehend so schnell fahren, wie man will. Mangels Lkw ist der Weg meist frei. Internationale Reiseagenturen bieten komplette Reisepakete mit Porsche, Maserati & Co. an. Die Polizei hat jetzt wieder so eine Reisegruppe gestoppt.

Ein Konvoi von sechs hochwertigen Sportwagen fiel Beamten der Schleierfahndung der Grenzpolizeistation Murnau am Freitagabend auf der B2 bei Krün (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) auf. Es handelte sich laut Polizei um eine Reisegruppe aus Israel, die sich eine Woche zuvor die PS-Monster in München gemietet und eine Rundreise nach Österreich, Italien und die Schweiz gemacht hatte. Sie waren auf dem Rückweg, der über die A95 führte.

A95/Garmisch: Autobahn als Raser-Paradies - Angebote im Ausland

Einer der Boliden, ein Lamborghini Hurácan mit 600 PS, hatte indes keinen Versicherungsschutz, weshalb die Beamten die Fahrt des 300.000-Euro-Autos beendeten. Sie zogen das Auto aus dem Verkehr. „Der sichtlich unglückliche 50-jährige Fahrer musste in einem anderen Fahrzeug der Gruppe seine Reise fortsetzen“, so die Polizei.

Die Aufkleber auf den Sportwagen führen zu einem Reiseunternehmen in Israel, das „atemberaubende Fahr-Touren weltweit“ anbietet, „mit den aufregendsten Autos in tollen Landschaften“. Aufregend sind vor allem die Geschwindigkeiten, mit denen die Boliden-Fans unterwegs sind. Im Facebookauftritt der Firma sind viele Videos zu sehen, die auf deutschen Autobahnen wie der A 95 aufgenommen wurden. Ein Beifahrer filmte den Tacho, wie er Tempo 305 km/h anzeigt!

A95/Garmisch: Maserati, Porsche und Co.  - Sportwagen-Paradies auf deutschen Autobahnen

Es gibt zahllose weitere Reisebüros, die Maserati, Porsche & Co. an Kunden aus den USA, Australien oder Skandinavien vermitteln. Erst im Mai hatte ein Junggesellenabschied israelischer Touristen auf der A 95 für Aufregung gesorgt, als die Männer im Alter von 28 bis 24 Jahren mit acht Sportwagen, darunter ein Lamborghini Aventador mit 740 PS und ein Lamborghini Hurácan Performante mit 640 PS Autofahrer bedrängten und ein Tempolimit von 60 km/h um das Dreifache überschritten.

A95/Garmisch: Überhöhte Geschwindigkeit der Sportwagen als Gefahr

Immer wieder kommt es auf der A95 zu schweren Unfällen. Überhöhte Geschwindigkeit ist dort bei 52 Prozent der Unfälle die Ursache. Im gesamten bayerischen Durchschnitt sind es 28 Prozent der Unfälle auf den Autobahnen. Peter Nieland von der für die A95 zuständigen Verkehrspolizeiinspektion Weilheim warnt davor, beim Auffahren auf die Autobahn sofort nach links zu ziehen: „wenn jemand mit 200 km/h kommt, sieht man den nicht gleich.“

Der grüne Landtagsabgeordnete Hans Urban aus Eurasburg (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) forderte jüngst ein Tempolimit auf der A 95. Laut Josef Seebacher von der Autobahndirektion Südbayern ist eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf einer ganzen Autobahn rechtlich nicht möglich.

Zu einem fürchterlichen Unfall kam es kürzlich auf der A8, wo ein betrunkener Raser mit seinem BMW ein Wohnmobil gerammt hat, wie merkur.de* berichtet      

Bei einem schwerer Unfall auf der A95 kam der Fahrer eines R8 ums Leben. Der Mann verlor offenbar bei hoher Geschwindigkeit die Kontrolle.  (merkur.de)

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