Abschied von Otto von Habsburg

Pöcking - Seit Dienstag nimmt die Öffentlichkeit Abschied von Otto von Habsburg. Der Leichnam des am Montag verstorbenen österreichischen Kaisersohnes ist in der St. Ulrich-Kirche in Pöcking bis Samstag aufgebahrt.

Der Sarg des Erzherzogs ist mit einem Tuch bedeckt in schwarz-gelb, den kaiserlichen Farben. Das Tuch ist gefüttert mit Lodenmäntel der Kinder des Erzherzogpaares. Das hat Tradition bei den Habsburgern. Das österreichische Reichswappen, das Familienwappen und das Zeichen der Pan-Europa-Union zieren das Sargtuch. Zur ersten Totenwache waren Mitglieder der Zirler Schützenkompanie angetreten. Sie werden abgelöst von Vertretern von Studentenverbindungan aus Wien und Innsbruck sowie Mitgliedern verschiedener Traditionaregimenter.

Pöcking: Abschied von Otto von Habsburg

In der alten Pfarrkirche liegt ein Kondulenzbuch aus, in das sich die Menschen eintragen dürfen, die von Otto von Habsburg Abschied nehmen. Gemeinde und Polizei rechnen mit Trauergästen nicht nur aus Pöcking und der Region, sondern auch aus dem Ausland. Deshalb wurden schon rechtzeitig verkehrslenkende Maßnahmen ergriffen. So ist die Hauptstraße im Bereich der alten Pfarrkirche halbseitig gesperrt worden. Eine mobile Ampelanlage regelt den Verkeghr. Um die Rettungswege freizuhalten, sind im Umfeld der Kirche (Sozialstation bis Gasthof zur Post) Halteverbotszonen ausgeschildert worden. Das gilt auch für den oberen Teil der Hindenburgstraße bis zur Einmündung Beccostraße, wie der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Starnberg, Andreas Ruch, mitteilt. Trauergäste, die aus dem Süden anreisen, werden auf die Parkplätze beim Sportpark geleitet. Wer aus Richtung Starnberg nach Pöcking kommt, sollte sein Fahrzeug bei der Grundschule an der Beccostraße abstellen.

Am Samstag, 9. Juli, wird die Hauptstraße um 11 Uhr ab der St. Ulrich-Kirche bis zur Hindenburgstraße und diese weiter bis zur Einmündung Piusstraße wegen des Trauerzuges komplett gesperrt. Die Bevölkerung ist zu dem Requiem, das der Augsburger Diözesanbischof Konrad Zsarda mit Priestern aus dem Dekanat Starnberg und Geistlichen, die einen besonderen Bezug zum Haus Habsburg haben, zelebrieren wird, „herzlich willkommen“, teilt Eva Demmerle mit. Nach Angaben der engen Mitarbeiterin des Verstorbenen sind zu dem Requiem, das vor allem für die Familie bestimmt ist, keine speziellen Einladungen ausgesprochen worden.

Die Polizei rechnet mit einer vorab kaum abzuschätzenden Besucherzahl „Die Kirche wird rappelvoll sein“, ist sich Ruch sicher, viele werden sich deshalb wohl mit einem Stehplatz auf dem Platz vor der St. Pius-Pfarrkirche begnügen müssen. Ruch schließt nicht aus, dass auch Vertreter aus der Politik am Samstag nach Pöcking kommen, wenn sie aus terminlichen Gründen verhindert sind, am Montag an der Trauerfeier in der Münchner Theatiner-Kirche teilzunehmen, zu der die CSU eingeladen hat.

Stephan Müller-Wendlandt

Rubriklistenbild: © Stefan A. Schuhbauer - v. Jena

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