Kreativ - aber am Ende erfolglos

Diesel-Diebe basteln kuriose Abzapf-Anlage 

Der Zapf-Apparat: Eine Bormaschine und einige Stücke Gartenschlauch.

Germering - Aus einer Bohrmaschine und einigen Stücken Gartenschlauch haben Diebe einen Apparat gebastelt, mit dem sie Diesel aus geparkten Lkw abzapfen konnten.

Den Strom lieferte die Autobatterie ihres 7er BMW.

Die Basisstation: Im Kofferraum ist rechts ein Spannungsumwandler mit Steckdose installiert. Er holt den Strom von der Autobatterie und gibt ihn via Kabel an den Abzapf-Apparat.

Fünf 40-Liter-Kanister hatten der Rumäne (22) und der Türke (21) in der Nacht auf Donnerstag aus einem Sattelschlepper in der Nähe des Obi-Kreisels schon abgezapft. Da kam ein Streifenwagen gefährlich nahe. Die Diesel-Diebe hechteten in den BMW und wollten flüchten.

Leider schalteten sie das Licht nicht ein. Die Polizisten schöpften Verdacht und kontrollierten sie. Der rumänische Fahrer war sichtlich nervös. Als die Beamten seine Papiere prüften, nutzte er die Chance und lief davon. Sein Komplize war zu langsam. Bei ihm klickten die Handschellen.

Im Auto entdeckten die Polizisten die vollen Kanister, Einweghandschuhe - und im Kofferraum einen Spannungsumwandler samt Steckdose. Kabelrolle und Zapf-Apparat hatten die Diebe neben dem geparkten Lastwagen zurück gelassen. Nicht ganz der Wahrheit entspricht wohl die Erklärung des Türken für die fünf Kanister Diesel: Man habe damit den BMW betreiben wollen. Denn Lkw-Diesel bekommt einem Pkw-Motor schlecht.

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