Vermisstensuche nach Bub (8) geht gut aus

Über 70 Einsatzkräfte suchten am Sonntagabend rund um den Notzinger Weiher nach dem Buben, hier Erdings Feuerwehr-Vizekommandant Christian Bauer und Wasserwacht-Chef Siggi Ippisch (2./3. v.l.). Foto: Norbert Simmet

Notzing - Ein Großaufgebot an Rettern hat am Sonntagabend den Notzinger Weiher und die Umgebung nach einem Achtjährigen abgesucht. Die Geschichte ging gut aus.

Vermisstensuche bei Notzing geht gut aus

Nach einem Streit war das Kind verschwunden. Ein Sturz durchs Eis war nicht auszuschließen. Doch es kam gottlob ganz anders.

Der acht Jahre alte Bub war mit seiner Familie aus dem Gemeindegebiet Oberding am späten Nachmittag unweit des Weihers unterwegs. Es kam ersten Erkenntnissen zufolge zu einer Auseinandersetzung, in deren Folge der Schüler gegen 17 Uhr in der Dunkelheit verschwand.

Die Eltern konnten ihn nicht mehr finden und gingen vom Schlimmsten aus: Ihr Sohn hätte in dem See durchs Eis gebrochen oder in das nahe Flüsschen Dorfen gefallen sein können. Sie wählten den Notruf, die Polizei und die Integrierte Leitstelle Erding lösten Großalarm aus.

Sofort machten sich die Wasserwacht Erding sowie die Feuerwehren Erding und Notzing auf die Suche. Später wurde Oberding zur Verstärkung alarmiert. Auch ein Polizeihubschrauber vom Flughafen München suchte das Gebiet weiträumig mit der Wärmebildkamera ab. Insgesamt waren über 70 Retter im Einsatz. Kreisbrandrat Willi Vogl berichtet: „Wir haben das gesamte Areal durchkämmt. Wasserwachtler und Feuerwehrkräfte sind auf den gefrorenen Weiher und haben nach einer möglichen Einbruchstelle gesucht.“

Siggi Ippisch, Einsatzleiter der Wasserwacht, teilt mit: „Wir hatten mehrere Rettungstaucher parat, auch die Boote wurden klargemacht.“ Doch der Bub blieb wie vom Erdboden verschluckt.

Um 18.30 Uhr dann Entwarnung: Der Bub tauchte wohlbehalten zu Hause auf. „Da ist uns ein Stein vom Herzen gefallen“, gesteht Vogl. Zum einen sei die Suche nach einem Kind, von dessen Tod man ausgehen müsse, „so ziemlich das Schlimmste, was man sich vorstellen kann“, so Vogl. Zum anderen hätte sich die Suche aufgrund der Dunkelheit extrem schwierig gestaltet. Auch Ippisch atmete auf: „Dass es so ausgegangen ist, ist für uns alle eine große Erleichterung.“

(Hans Moritz)

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