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Alternative für Deutschland

AfD-Prinz verlässt Kreisvorstand

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Constantin Prinz von Anhalt kandidierte nicht mehrfür den Kreisvorsitz.

Die Alternative für Deutschland (AfD) ist bekanntlich reich an schillernden Gestalten. Eine davon, Constantin Prinz von Anhalt (69), hat jetzt die Leitung des Kreisverbands Oberbayern Süd aufgegeben.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Bei der turnusmäßigen Neuwahl vor wenigen Tagen in Bad Wiessee ist Constantin Prinz von Anhalt nicht mehr angetreten. Seine Nachfolgerin im Kreisverband ist Dr. Anne Cyron (62) aus Rosenheim, eine promovierte Politikwissenschaftlerin.

Als der Prinz Ende 2016 die politische Bühne betrat, sorgte das für erhebliches Aufsehen. Er ersetzte damals den Königsdorfer Mario Buchner, der im Streit aus der Partei ausgetreten war. Ein echtes Blaublut sollte also den Kreisverband aus der Krise führen – so schien es jedenfalls.

„Ich musste jetzt einfach mal durchschnaufen“

Doch genau an der adeligen Abkunft wurden bald Zweifel laut. Das Oberhaupt der Familie Anhalt behauptete, den AfD-Mann nicht zu kennen. Die Staatsanwaltschaft ermittelte wegen des Verdachts der Urkundenfälschung, weil Constantin Prinz von Anhalt zeitweise zusätzlich den Namen „von Dessau“ führte. Allerdings wurde der Vorwurf, das sei zur Ehrenrettung gesagt, von den Behörden sehr schnell fallen gelassen. Es hatte alles seine Richtigkeit.

Seiner Karriere schadete der zwischenzeitliche Wirbel nicht. Die Mitglieder des Kreisverbands wählten den umstrittenen Prinzen zum Bundestagskandidaten für den Wahlkreis 223, bestehend aus den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach. Bei der Bundestagswahl holte der Kandidat bei der Erststimme satte 9,9 Prozent. Der Rückzug aus dem Kreisverband bedeute nicht den Rückzug aus der Politik. „Ich bereite mich jetzt auf die Landtagswahl vor, da will ich kandidieren“, sagt Constantin Prinz von Anhalt auf Nachfrage unserer Zeitung. Streit habe es nicht gegeben, dem neuen Vorstand werde er beratend zur Seite stehen. „Ich musste jetzt einfach mal durchschnaufen.“ 

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