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„Aggressiv und rücksichtslos“: Chaotische Szenen bei Stau im Oberauer Tunnel

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Von: Christof Schnürer

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Imposantes Bauwerk: der neue Oberauer Tunnel, hier das Nordportal.
Chaotische Szenen sollen sich am Nordportal des Oberauer Tunnels am Samstag abgespielt haben. © Bartl

Chaotische Szenen haben sich am Wochenende im Oberauer Tunnel abgespielt. Viele Durchreisende Richtung Norden legten dabei aggressives und rücksichtsloses Verhalten an den Tag.

Oberau – Man könnte es als den ganz normalen Wahnsinn bezeichnen, was sich am Samstag (7. Januar) im Oberauer Tunnel abgespielt hat. Dort herrschte in Richtung Norden aufgrund starken Rückreiseverkehrs zum Ferienende regelrechtes Verkehrschaos. Was in erster Linie der Ignoranz und Rücksichtslosigkeit vieler Autofahrer geschuldet war.

Stau im Oberauer Tunnel: „An Aggressivität und Rücksichtslosigkeit nicht zu überbieten“

Ob der nicht enden wollenden Pkw-Karawane hatte bereits vorab die Verkehrsbetriebszentrale in München die linke Fahrspur im Tunnel Oberau gesperrt, was durch die Verkehrsymbole „rot gekreuzte Querbalken“ über der linken Spur in regelmäßigen Abständen angezeigt wird. Diese Maßnahme sei deshalb erfolgt, so ein Sprecher der Polizei, um eine Blockabfertigung in der Röhre zu vermeiden, was ein noch größeres Stauaufkommen nach sich gezogen hätte.

Trotz der klar ersichtlichen Sperrung der linken Spur hielt sich eine Großzahl der Verkehrsteilnehmer nicht an diese Anordnung und steuerte auf der verbotenen Seite bis zum nördlichen Tunnelende, was dort zu chaotischen Zuständen führte. „Das Fahrverhalten der Verkehrsteilnehmer war hierbei teilweise an Aggressivität und Rücksichtslosigkeit nicht mehr zu überbieten“, verdeutlicht ein Polizeisprecher.

Ausgestiegene Autofahrer verursachen Komplettsperrung

Zeitweise stiegen Autofahrer bei Stauungen sogar aus, was zu einer Komplettsperrung des Tunnels mit einhergehenden Polizeieinsatz führte und das Stauaufkommen noch verstärkte. Regelmäßig kam es am nördlichen Tunnelende zu Hupkonzerten, als regelkonforme Reisende ihrem Unmut Ausdruck verliehen, als sie von links überholt wurden und diese Verkehrsrowdys dann wieder am Tunnelausgang auf die rechte Fahrspur drängten. Das einzig Positive laut Polizei: „Trotzdem kam es glücklicherweise nicht zu Verkehrsunfällen.“

Das Befahren einer mittels „rot gekreuzten Querbalken“ gesperrten Fahrspur stellt eine Ordnungswidrigkeit nach der Straßenverkehrsordnung dar und wird mit einem Bußgeld von 90 Euro und einem Punkt in der Verkehrssünderdatei geahndet.

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