Absperrungen, Wachen, Scheinwerfer

Flughafen Erding: So wurde die Airforce One gesichert

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Die Airforce One parkte am Münchner Flughafen.

Flughafen –Während dem G7-Gipfel 2015 parkte die Airforce One von US-Präsident Barack Obama am Münchner Flughafen. Für die Sicherheitsleute war das eine große Herausforderung.

„Bayern kann Gipfel!“ So lautete Horst Seehofers Fazit über den G7-Gipfel 2015, der in Schloss Elmau zu Ende gegangen ist. Der Satz darf getrost erweitert werden: „Flughafen kann auch Gipfel!“ Denn Ankunft und Abflug der Staatschefs klappen reibungslos.

Am Montagabend entschwand US-Präsident Barack Obama in der Airforce One wieder in den Himmel über dem Erdinger Moos. Obama, respektive sein Secret Service waren es auch, die die einjährige Vorbereitung dominiert haben – in weit über 50 Treffen zwischen Vertretern der G7-Staaten, der Sicherheitsorgane sowie dem Bundeskanzleramt, dem Auswärtigen Amt und dem Bundespresseamt als Veranstalter des Gipfels.

Trotz Airforce One: Regulärer Flugbetrieb lief weiter

Von Anfang an eingebunden war Robert Wilhelm, Pressesprecher der Flughafen München GmbH (FMG). Er ist hörbar froh, dass alles gut gegangen ist. Allerdings gibt Wilhelm zu: „Mit der Ankunft großer Staatenlenker haben wir natürlich Erfahrung, immerhin findet jedes Jahr in München die Sicherheitskonferenz statt.“ Die Ankunft des US-Präsidenten als mächtigster Mann der Welt, „war dann aber doch eine ganze Nummer größer“, so der FMG-Sprecher. Für den Flughafen stand fest: „Der Empfang muss würdig und sicher ablaufen, der reguläre Flugbetrieb darf aber nicht beeinträchtigt werden“, bringt Wilhelm einen planerischen Spagat auf den Punkt.

Zeitweise wurden im Bereich zwischen dem Tanklager und der Feuerwache Süd gut 20 Maschinen der Staats- und Regierungschefs sowie von Vertretern internationaler Organisationen wie der Uno und der EU abgestellt. USA und Japan waren mit jeweils zwei Flugzeugen gekommen. „Die Airforce One wurde besonders gesichert – mit eigener Absperrung rund um die Boeing, reichlich Wachpersonal und nächtlicher Beleuchtung“, schildert Wilhelm. „Sie durfte auch nicht geschleppt werden.“

Weiß-blauer Empfang war Idee von Ministerpräsident Seehofer

Dass der Empfang betont weißblau ablief, war übrigens ein taktischer Kunstgriff von Horst Seehofer. Als Bayerischer Ministerpräsident hat er mit G7 offiziell nichts zu tun. Er soll jedoch drauf beharrt haben, als Landesvater die Gäste selbst zu begrüßen – natürlich mit Trachtlern, Blaskapelle und Goldenem Buch. „Vorgabe war nur: Es darf nicht länger als zehn Minuten dauern. Das hat geklappt“, berichtet Wilhelm.

Dass der FC Bayern diesmal nicht im Champions-League-Finale war, kann man bei der FMG verschmerzen – ganz ausnahmsweise. „Die Ankunft dieser Sondermaschine hätte eine fast nicht mehr machbare Herausforderung darstellt“, gibt Wilhelm schmunzelnd zu.

In unserem News-Ticker verpassen Sie keine Entwicklung rund um den G7-Gipfel 2015.

Exklusives Video: Hier kommt Barack Obama in München an

Hans Moritz

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