Startbahngegner fordern striktes Nachtflugverbot

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Das Aktionsbündnis “Aufge MUCkt“ fordert die Verlegung der Nachtflüge in den Tag.

München - Der Bürgerentscheid zur geplanten dritten Startbahn soll in wenigen Wochen über die Bühne gebracht werden. Nun legt das Aktionsbündnis "AufgeMUCkt" nach und fordert die Verlegung der Nachtflüge in den Tag. 

Wenige Wochen vor dem Münchner Bürgerentscheid zur geplanten dritten Startbahn am Flughafen hat das Aktionsbündnis “AufgeMUCkt“ die Verlegung der Nachtflüge in den Tag gefordert. Ein Rückgang bei den Starts und Landungen mache dies problemlos möglich, schrieben die Startbahngegner am Mittwoch in einem offenen Brief an Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU), zugleich Aufsichtsratschef der Flughafengesellschaft FMG. Am 17. Juni stimmen die Münchner über den Bau der dritten Startbahn für den rund 25 Kilometer von der Stadt entfernten Airport ab.

Das Aktionsbündnis begründet seine Forderung vor allem mit einem Rückgang des Verkehrsaufkommens in der Luft, der sich für dieses Jahr abzeichne. “Da die Lufthansa zudem angekündigt hat, ihre Flottenstärke bis 2014 einzufrieren, ist auch in den nächsten Jahren mit keinem Anstieg der Flugbewegungen zu rechnen“, heißt es in dem Brief an Söder. “AufgeMUCkt“-Sprecher Hartmut Binner erinnerte daran, dass seit kurzem am Flughafen Frankfurt ein striktes Nachtflugverbot mit einer Kernzeit von 23.00 bis 5.00 Uhr gelte.

In München sei diese Zeitspanne hingegen nicht nur eine Stunde kürzer (0.00 bis 5.00 Uhr), sondern auch noch löchrig, weil sie für Post- und Vermessungsflüge nicht gelte und zudem durch eine Ausnahmeregelung umgangen werden könne. Nach Angaben des Aktionsbündnisses fielen 2011 im Durchschnitt täglich zehn Nachtflüge an. Die Nachtruhe der umliegenden Bevölkerung werde dadurch in erheblicher Weise gestört.

Söder hatte den betroffenen Bürgern kürzlich im Falle einer Flughafenerweiterung einen deutlich besseren Lärmschutz versprochen. “AufgeMUCkt“ forderte den Minister nun auf, den Worten Taten folgen zu lassen.

dpa/lby

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