Das steckt hinter dem verdächtigen Koffer

Säure-Alarm am Flughafen: Überraschende Auflösung

Flughafen - Säure-Alarm: Ein verdächtiges Gepäckstück hat Donnerstagvormittag am Flughafen München Polizei und Feuerwehr beschäftigt. Nun gibt es eine überraschende Auflösung.

Die Gefahr ist inzwischen gebannt, der Verursacher erkannt. In dem von Polizei und Feuerwehr sichergestellten Koffer in der Gepäcksortieranlage des Münchner Flughafens hat sich tatsächlich verdünnte Phosphorsäure befunden. Dies habe der Besitzer des Gepäckstückes zugegeben, sagte Albert Poerschke, Sprecher der Bundespolizei.

Der Mann sei – im Gegensatz zu seinem Koffer - nach Birmingham geflogen, wo ihn britische Sicherheitskräfte befragten.Es handelt sich laut Poerschke um eine Fachkraft aus der Lebensmittelbranche, die für Analyse-Zwecke in PET-Flaschen Teile von Phosphorsäure in ihrem Koffer hatte. Wie die Flaschen auf dem Gepäckband zu Bruch gingen, konnte laut Poerschke zwar noch nicht ermittelt werden, „aber da gibt’s 200 Möglichkeiten. Jedenfalls ist das Zeug geplatzt und hat übel gestunken“.

Den Besitzer der Säure erwartet keine Strafe

Die Bundespolizei sei zuerst mit Entschärfern angerückt, habe aber dann die Angelegenheit an die Feuerwehr abgegeben. Teile der Gepäckhalle, die sich unter dem neuen Terminalsatelliten befindet, wurden abgesperrt. Eine Verzögerung des Flugverkehrs habe es aber zu keiner Zeit gegeben“, sagte Poerschke. „Die weiteren Koffer ließen sich leicht auf die anderen Bänder verteilen.“

Der Besitzer des Phosphor-Gepäcks ist wieder auf freiem Fuß. Er hat keine strafrechtliche Konsequenzen zu befürchten, weil er laut Harald Lindacher, Sprecher der Flughafenpolizei, die Flüssigkeiten befördern durften. Auch den Einsatz am Flughafen musste er nicht bezahlen. Poerschke: „Das ist in unserem Service inbegriffen.“

Derzeit kommt der Flughafen kaum aus den Negativ-Schlagzeilen. Am Montag wird es einen geheimen Sicherheits-Check geben.

pir

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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