Jury-Arbeit „darf hinterfragt werden“

„Anti-Abschiebe-Industrie“: Dobrindt liefert „Unwort des Jahres“ - das sagt er selbst dazu

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Alexander Dobrindt bei der Winterklausur in Kloster Seeon.

Der vom örtlichen CSU-Bundestagsabgeordneten Alexander Dobrindt benutzte Begriff „Anti-Abschiebe-Industrie“ wurde diese Woche zum „Unwort des Jahres“ 2018 gewählt. Was sagt Dobrindt zu der Wahl?

Sind Sie auf diesen Titel stolz oder ist es Ihnen eher peinlich? 

Ich sehe das gelassen. Der Begriff beschreibt einen Sachverhalt. Durchaus zugespitzt, aber politische Debatten brauchen zugespitzte Begriffe.

Sie waren auch früher als Generalsekretär schon bekannt für eine kräftige Wortwahl: Hat es Sie überrascht, diese Auszeichnung nicht schon eher bekommen zu haben? 

Überrascht hat mich eher, dass nicht die „testosterongesteuerten Männerhorden“ vom Grünen-Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann, die er „in die Pampa“ schicken will, ausgewählt wurden. Aber im Ernst: Dass eine von niemandem gewählte und vollkommen unbekannte Jury jetzt sogenannte „Sagbarkeitsregeln“ thematisiert, darf auch hinterfragt werden. 

Wie waren die Reaktionen, auch aus dem Heimatwahlkreis?

Damals wie heute gibt es mehr Zuspruch als Kritik.

bo

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Das ist das Unwort des Jahres 2018 - Alexander Dobrindt benutzte den Begriff in einem Interview

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