„Was da auf uns zukommt“

Viereinhalb Monate Vollsperrung! Hier steht ein Verkehrskollaps bevor

Der Verkehr plagt Allershausen schon jetzt – wenn die Glonnbrücke saniert wird, wird es nicht besser. foto: Beschorner

Das ist nicht nur in den Augen von Bürgermeister Rupert Popp „eine Hiobsbotschaft“ für Allershausen: In der eh schon durch Verkehr äußerst geplagten Ortschaft wird zwischen Mitte April und Ende August die Glonnbrücke generalsaniert.

AllershausenViereinhalb Monate Vollsperrung, viereinhalb Monate, in denen Allershausen gespalten ist, sind die Folgen dieser umfangreichen Maßnahme des Staatlichen Bauamts. Edeka, Kirche und andere wichtige Einrichtungen werden in diesem Zeitraum nur über große Umwege zu erreichen sein. Allershausens Bürgermeister Rupert Popp: „Was da auf uns zukommt . . .“

Bei einem Fachstellengespräch am 23. Januar sei man darüber unterrichtet worden, dass das Staatliche Baumt die Brückensanierung in diesem Zeitraum und auf diese Art plane. Popp betonte am Dienstag vor dem Gemeinderat, man habe schon viel versucht, um die Folgen zu minimieren. Er habe beispielsweise angeregt, dass während der Bauzeit eine Behelfsbrücke den Verkehr wenigstens einspurig abwickeln könne. Das gehe aber wegen der vorhandenen Leitungen und Sparten nicht, so die Auskunft.

Popps Anregung, auch am Wochenende zu arbeiten, um dann wenigstens die Bauzeit zu verkürzen, sei ebenfalls abgelehnt worden. Man wolle keinen Ärger mit den Nachbarn, so die Auskunft des Staatlichen Bauamts. Geprüft werde hingegen noch, ob man die Arbeiten im Zwei-Schicht-Betrieb durchführe und zeitlich etwas nach hinten verschiebe, um die Zeit der Sommerferien komplett auszunutzen. Da fahren nämlich keine Schulbusse, für die die Glonnbrücke extrem wichtig sei. Das Ergebnis dieser Prüfungen, so Popp, stehe noch aus.

Dem allgemeinen Unverständnis im Gemeinderat verlieh Anton Schrödl (CSU) eine Stimme: Wenn er daran denke, was das für ein unglaublicher Aufwand gewesen sei, für den großen Festzug zur 1200-Jahr-Feier die Straße nur für einen Sonntagnachmittag sperren zu lassen, und wie einfach es jetzt gehe, viereinhalb Monate die Straße dicht zu machen, dann könne er nur den Kopf schütteln.

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