Nach fünf Monaten

Beliebte DAV-Hütte wiedereröffnet: Es gibt schon besonders angesagte Speisen

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Die neuen Hüttenwirte Christine Seemüller, Sabine und Thomas Jauernig (v.l.) beim Freischaufeln der Terrasse auf 1327 Meter Höhe. 

Seit einer Woche sind in der Tutzinger Hütte am Fuße der Benediktenwand neue Wirte am Start. 

Tutzing – Nach rund fünf Monaten Pause ist der Betrieb auf der Tutzinger Hütte wieder gestartet – und das mit neuen Wirten. Thomas Jauernig, seine Frau Sabine und deren Schwester Christine Seemüller bewirten jetzt die Hütte der DAV-Sektion Tutzing am Fuß der Benediktenwand.

Am vergangenen Wochenende zählte das Trio aus Kochel bereits etwa 90 Tages- und 20 Übernachtungsgäste. Auf der Sonnenterrasse in 1327 Meter Höhe genossen die Gäste bei angenehmen Temperaturen nicht nur den Blick auf die noch von vielen Schneefeldern durchsetzte Benediktenwand, sondern ließen sich auch von den neuen Hüttenwirten mit Essen und Getränken verwöhnen. Besonders angesagt: das Almgulasch mit Semmelknödel (9,80 Euro) sowie Kaspress- oder Speckknödel (je 5,40 Euro in der Suppe und je 8,80 Euro mit Kraut).

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Schnee hat’s noch reichlich. „Einen guten Meter“, berichtete Sabine Jauernig gestern. „Der Serpentinenweg die letzten 150 Höhenmeter zur Hütte ist noch schneebedeckt, aber mit Bergschuhen gut zu gehen“, erklärt Konrad Kürzinger, Pressereferent der Sektion Tutzing des Deutschen Alpenvereins (DAV), der die Hütte gehört. Die Forststraße vom Warmbad Benediktbeuern bis zur Materialseilbahn sei aber durchgehend geräumt. Und vor allem: Die Terrasse ist geräumt.

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„Die letzten Tage vor dem Start waren wir heftig eingespannt“, berichtet Thomas Jauernig. „Beim Hochfahren der komplexen Hüttentechnik inklusive Energie- und Wasserversorgung wurden wir von Handwerkern aus dem Tal bestens unterstützt“, bemerkt er dankbar. „Nicht nur Essen und Getränke mussten mit Geländewagen und Materialseilbahn heraufgebracht werden, auch die Übernachtungszimmer wurden hergerichtet. Und daneben haben wir uns noch mit der neuen Küchentechnik vertraut gemacht“, fügt Sabine Jauernig an.

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In der Tutzinger Hütte und den Nebengebäuden stehen insgesamt 100 Schlafplätze zur Verfügung – überwiegend komfortable Zimmerlager mit modernen Sanitäreinrichtungen inklusive Warmduschen. „Wir hoffen, dass unsere erste Saison als Hüttenwirte-Trio erfolgreich wird“ wünscht sich Christine Seemüller. Die Zeichen dafür stehen gut, wie ein Blick in das Reservierungssystem im Internet zeigt: Etliche Wochenenden sind bereits ausgebucht. Pressereferent Kürzinger: „Es wird dringend geraten, Schlafplätze, insbesondere an Wochenenden, rechtzeitig zu reservieren, am besten online.“ Telefonisch ist die Tutzinger Hütte unter 0175 / 164 16 90 zu erreichen.

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Thomas und Sabine Jauernig sowie Christine Seemüller konnten sich im vergangenen Jahr gegen 30 Mitbewerber durchsetzen, nachdem die alten Hüttenwirte Hans Mayr und Elke Hofmann nach 19 Jahren aufgehört hatten. Mit etwa 8000 Übernachtungs- und rund 4000 Tagesgästen pro Jahr gehört die Tutzinger Hütte nach Angaben Kürzingers zu den beliebtesten Alpenvereinshütten im bayerischen Alpenraum. Die Sektion Tutzing mit ihren über 2900 Mitgliedern stecke einen erheblicher Teil der finanziellen Mittel und des ehrenamtlichen Engagements in die Instandhaltung und laufende Modernisierung der Hütte sowie in die Pflege des 150 Kilometer langen Wegenetzes von Bad Heilbrunn bis Jachenau und von der Benediktenwand bis Heimgarten.

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