Mehr Grillplätze, aber Parkplätze teurer

Das ändert sich am Karlsfelder See

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Das Parken am Karlsfelder See wird teurer: Die Gebühr für Autos steigt von 2 auf 3 Euro.

Der Kreistag hat die Änderung der Benutzungs- und Gebührensatzung für das Naherholungsgebiet Karlsfelder See fast einmütig beschlossen.

Landkreis –  Damit folgte die Vollversammlung einem Vorschlag des Kreisausschusses (wir haben berichtet). Wichtigste Punkte der Novelle: 1. Die Parkgebühren steigen von 2 auf 3 Euro für Autos sowie von 1,50 auf 2 Euro für Motorräder. 2. Die Badesaison ist künftig von 1. Mai bis 30. September statt von 15. Mai bis 15. September. 3. Die vorhandenen Grillplätze werden deutlich vergrößert. 4. Das Füttern von Tieren wird verboten. 5. Modellflugzeuge und Drohnen dürfen nicht mehr über den See fliegen.

Was die Grillplätze angeht, war einzig Mechthild Hofner (ÖDP) dagegen. Eine Ausweitung der Flächen, auf denen gebrutzelt werden darf, ginge zu Lasten der übrigen Badegäste, so die Karlsfelder Gemeinderätin. Hofner regte stattdessen an, das Gelände insgesamt auszuweiten, „auch wenn dies utopisch“ sei, wie sie zugab. Landrat Stefan Löwl hielt dem entgegen: „Die Grillflächen reichen nicht. Wollen wir also ausweiten oder zulassen, dass überall wild gegrillt wird?“ Bis auf Hofner wollen alle übrigen Kreisräte ausweiten.

Besorgt blicken die Kreisräte angesichts der beginnenden Badesaison auf die Einhaltung der Ordnung am See. Grillfeiern, Geburtstagsfeiern, Junggesellenabschiede, Abiturfeiern und andere, mit Alkohol unterlegte Amüsements, könnten ausufern. Doch wer gebietet schnapselnden Schreihälsen Einhalt? Landrat Löwl klärte auf: Die See-Satzung sei „bewährt“. Das bedeute, dass das Landratsamt Bußgelder verhängen könne. Das kann natürlich auch die Polizei.

Im allgemeinen würde jedoch der private Sicherheitsdienst für Ruhe und Ordnung sorgen – was allerdings laut der CSU im Kreistag nicht ausreicht. Die Christsozialen regten daher wie berichtet an, zusätzlich Scouts am Gewässer patroullieren zu lassen. Die Scouts sollen präventiv Aufklärung betreiben, Nutzerregeln vermitteln und Nutzungskonflikte ansprechen und lösen helfen, so die CSU. In absehbarer Zeit soll der Kreistag über die Einführung von Scouts entscheiden.

Die beschlossene Satzung wird am Tag nach ihrer Bekanntmachung im Amtsblatt für den Landkreis Dachau in Kraft treten. Die Erhöhung des Parkgebühren soll dann 30 000 Euro mehr in die Landkreiskasse spülen.  zim

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