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Tretboot-Unglück am Ammersee: Leichnam gefunden und mit Roboter geborgen

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Von: Veronika Mahnkopf

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Am Ammersee ist ein Tretboot-Fahrer verschwunden und wird seither vermisst.
Am Ammersee ist ein Tretboot-Fahrer verschwunden und wird seither vermisst. © Wasserwacht Herrsching

Am Ammersee wurde seit Sonntag ein Mann vermisst. Er war mit einem anderen Mann auf einem Tretboot unterwegs. Jetzt wurde seine Leiche gefunden.

Update vom 11. Mai, 23 Uhr: Wie die Polizei am Mittwochabend vermeldet, wurde der 59-jährige Vermisste im Laufe des Abends tot geborgen. Man fand ihn in neun Metern Wassertiefe im Bereich der Herrschinger Bucht. Unterstützt von einem privaten Spezialunternehmen und mithilfe eines Roboters konnte der Leichnam geborgen und zu Land gebracht werden. Die Ermittlungen konzentrieren sich nun auf das Unfallgeschehen sowie die Todesursache des Mannes.

Tretboot-Unglück am Ammersee: Vermisster wird weiter gesucht - Wasser hat nur 11 Grad

Update vom 11. Mai: Herrsching - Die Polizei hat die Suche nach einem vermissten 59 Jahre alten Mann am und auf dem Ammersee am Dienstag fortgesetzt. Das berichtete ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord auf Anfrage des Starnberger Merkur. Die Suche verlief ohne Erfolg.

Mitglieder einer privaten Rettungshundestaffel gingen zunächst den Uferbereich der Herrschinger Bucht ab. Anschließend sollten die speziell ausgebildeten Hunde mit Booten auf den See gefahren werden in der Hoffnung, Spuren des 59-Jährigen zu finden. Zudem hatten die Mitarbeiter Sonargeräte dabei, um den See abzusuchen. Auch Taucher waren auf Abruf bereit. Das neue Boot der Wasserschutzpolizei aus Dießen war ebenfalls im Einsatz.

Tretboot-Fahrer am Ammersee vermisst: Begleiter lag bewusstlos an Bord

Wie berichtet, war der 59 Jahre alte Moldawier am Sonntagnachmittag zusammen mit einem 27-jährigen Rumänen in einem Tretboot auf den See gefahren. Dieses hatten sie sich bei einem Verleih in Herrsching ordnungsgemäß ausgeliehen. Was dann passierte, war auch gestern noch unklar. Gegen 16.50 Uhr am Sonntag waren Rettungskräfte über ein treibendes Tretboot in der Herrschinger Bucht informiert worden. Diese fanden den 27-Jährigen durchnässt und bewusstlos vor. Vom 59-Jährigen fehlte dagegen jede Spur.

Der Rumäne habe mittlerweile zwar zum ersten Mal vernommen werden können, sagte der Polizeisprecher. Dessen Angaben seien aber „nicht so ergiebig“ gewesen. „Wir wissen immer noch nicht, was genau passiert ist.“ Offenbar spielte Alkohol bei dem verhängnisvollen Ausflug eine Rolle. Bereits am Sonntagabend hatte ein Großaufgebot von ehrenamtlichen Rettern mit Unterstützung der Polizei nach dem 59-Jährigen gesucht.

Ammersee: Kripo ermittelt nach Unglück mit Tretboot

Update vom 10. Mai: Die Wachsaison der Wasserwachten hat gerade erst begonnen, schon gab es am Sonntag den ersten Großeinsatz auf dem Ammersee. Im südlichen Bereich der Herrschinger Bucht, nicht weit entfernt von der Station der Wasserwacht-Ortsgruppe Herrsching, konnten die Einsatzkräfte einen bewusstlosen Mann (27) von einem Tretboot retten. Wie sich herausstellte, hatte er einen Begleiter. Von dem 59-Jährigen fehlte bis gestern allerdings jede Spur. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen.

Der Jüngere der beiden Männer hatte das Tretboot am Sonntagnachmittag an der Herrschinger Promenade gemietet, so die Polizei. Gegen 16.50 Uhr wurde die Wasserwacht Herrsching über ihre Hotline alarmiert, weil ein Tretboot führerlos unweit vom Ufer trieb. Bei der Bergung fanden die Retter einen bewusstlosen Mann an Bord – es war der 27-jähriger Rumäne, der das Tretboot auslieh. Vermutlich war er stark alkoholisiert. Polizeisprecher Andreas Aichele vom Polizeipräsidium Oberbayern-Nord in Ingolstadt bestätigt zumindest „Anzeichen von Alkohol“, verwies ansonsten aber auf die laufenden Ermittlungen. Der 27-Jährige wurde der Landrettung übergeben und ins Krankenhaus gebracht.

Am Ammersee: Vermisster wurde mit Großeinsatz gesucht

Der Einsatz der Wasserwachten am Muttertag war damit nicht beendet. Denn eindeutige Hinweise durch „diverse Gegenstände“ auf dem Tretboot, wie die Wasserwacht Herrsching in ihrem Einsatzbericht mitteilt, sprachen dafür, dass der 27-Jährige nicht allein auf dem Wasser war. Von seinem Begleiter, einem 59 Jahre alten Moldawier, war aber nichts zu sehen. Was folgte, war „ein Großeinsatz mit acht Booten, Tauchern, Hubschraubern, der Feuerwehr und dem Rettungsdienst“, wie Phillip Hildebrandt, stellvertretender Technischer Leiter der Wasserwacht Herrsching, berichtet.

Neben acht Einsatzkräften aus Herrsching beteiligten sich auch die Wasserwachten Buch, Dießen, Utting, Schondorf an der Suche, dazu kamen und Taucher aus Seefeld. Die Boote bildeten eine sogenannte Suchkette. „Aus der Luft unterstützte zuerst der Rettungshubschrauber Christoph 1 und später eine Edelweißmaschine der Polizei die Suche“, so Hildebrandt. Die Wasserwacht Eching und die Freiwillige Feuerwehr Oberpfaffenhofen halfen von Land aus unterstützend mit Drohnen bei der Vermisstensuche. Die Leitung des Einsatzes lag bei der für den Ammersee zuständigen Kreiswasserwacht Landsberg. Insgesamt waren rund 30 Wasserwachtler im Einsatz. An Land suchten zudem Feuerwehrleute aus Herrsching nach dem Vermissten. Der Rettungsdienst stand mit mehreren Fahrzeugen und einem Notarzt bereit.

Tretboot-Unglück am Ammersee: Wasser hat gerade einmal 11,5 Grad

Allerdings musste die Suche bei Einbruch der Dunkelheit ergebnislos abgebrochen werden. In der Hoffnung, der Vermisste hätte sich möglicherweise an Land gerettet. Der Ammersee hatte am Sonntag eine Temperatur von maximal 11,5 Grad. In Ufernähe wäre es damit durchaus im Bereich des Möglichen, dass der Mann es an Land geschafft hat. Ob auch er Alkohol konsumiert hat oder ob er überhaupt schwimmen kann, war gestern nicht bekannt.

Nachdem sich der 59-Jährige aber auch Montag nicht meldete, übernahm die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck die Ermittlungen. Wie das Polizeipräsidium mitteilt, wurde die Suche in den Morgenstunden durch die Wasserschutzpolizei wieder aufgenommen – bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe ohne Ergebnis.

Beide Männer haben keinen Wohnsitz in Deutschland. Sowohl der Rumäne als auch der Vermisste sind in Moldawien gemeldet, so der Polizeisprecher. Warum sie sich in Herrsching aufhielten – auch darüber war gestern nichts bekannt. „Das müssen die Ermittlungen erst ergeben“, sagte Polizeisprecher Aichele.

Ammersee: Mann liegt bewusstlos auf Tretboot - Freund ist verschwunden

Erstmeldung vom 9. Mai: Herrsching - Wie die Wasserwacht Herrsching und das Polizeipräsidium Oberbayern Nord mitteilen, wurden die Retter am Sonntag zu einem Einsatz am Ammersee gerufen. Ein Tretboot treibe auf dem See im Bereich der Herrschinger Bucht, so die Meldung.

Als die Helfer am Boot eintrafen, entdeckten sie einen bewusstlosen 27-Jährigen aus Rumänien. Er war völlig durchnässt. Der Mann wurde in ein Krankenhaus eingeliefert.

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Auf dem Boot fanden die Retter Hinweise, dass eine weitere Person mit auf dem See unterwegs gewesen sein musste. Deshalb wurden intensive Suchmaßnahmen eingeleitet. Mit acht Booten, Tauchern, Hubschraubern, einer Drohe, der Feuerwehr und dem Rettungsdienst wurde nach dem Vermissten gesucht. Wie sich herausstellte, handelte es sich um einen 59-Jährigen aus Moldawien.

Tretboot-Unglück am Ammersee: Mann wird vermisst

Leider konnte der Mann nicht gefunden werden. Am Abend wurde die Suche eingestellt, am Morgen des Montags aber wieder aufgenommen - bislang ohne Erfolg. Die Kripo Fürstenfeldbruck ermittelt zur Unfallursache.

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