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Am Ammersee: SUPs ab jetzt aus dem Automaten - Lebensretter nach Todesfällen in großer Sorge

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Von: Veronika Mahnkopf, Katarina Amtmann

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Ein Stand-up-Paddler auf dem Ammersee.
Ein Stand-up-Paddler auf dem Ammersee. In Herrsching kann man sich die Boards jetzt aus einem Automaten leihen. © LakoPress/Imago

Am Bahnhof in Herrsching am Ammersee können ab sofort Stand-up-Paddles ausgeliehen werden - und zwar an einem Automaten. Die DLRG hatte zuvor eine Warnung ausgesprochen.

Herrsching - Ausflügler können am Ammersee ab sofort Stand-up-Paddles (SUPs) direkt am Bahnhof ausleihen. In Herrsching (Landkreis Starnberg im Süden von München*) hat die Bahn am Dienstag dazu einen Verleihautomaten in Betrieb genommen, wie das Unternehmen mitteilte. Die aufblasbaren Boards samt Luftpumpen in Rucksäcken kosten für einen halben oder ganzen Tag zwischen knapp 20 und 50 Euro und können im Internet gebucht werden.

Ammersee: SUPs zum Ausleihen am Automaten - er steht am Bahnhof

Ein gleiches Angebot ist am Bodensee entstanden. In Friedrichshafen (Bodenseekreis) können ab sofort am Bahnhof auch SUPs ausgeliehen werden.

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Die Bahn will das Angebot nach eigenen Angaben sechs Wochen lang testen, um die beiden Bahnhöfe für Ausflügler attraktiver zu machen. Die Wartung der SUPs übernimmt die Verleih-Firma Kolula aus Brandenburg. Bewährt sich das Angebot, könnten im kommenden Sommer weitere Automaten an anderen Bahnhöfen dazukommen.

SUPs leihen am Ammersee: DLRG macht sich wegen Todesfällen große Sorgen

Das Angebot kommt zu einer Zeit, in der die DLRG mitteilt, dass heuer bereits vier Menschen bei der Nutzung von SUPs an bayerischen Seen ums Leben gekommen sind.  „Es werden tendenziell immer mehr, weil es immer mehr Paddler gibt.“ Entsprechend mache sich die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft große Sorgen.

Am Ammerseee ist Ende August eine 16-Jährige ertrunken, die mit ihrer Schwester als Nicht-Schwimmerin auf einem SUP mitten auf dem See unterwegs gewesen und ins Wasser gestürzt war.

Aus Sicht der DLRG sind die beiden besonders betroffenen Gruppen Nichtschwimmer und Senioren, die auf dem Wasser gesundheitliche Probleme bekommen. Die DLRG empfiehlt Paddlern immer mit Schwimmweste und einer sogenannten Leash unterwegs zu sein. Diese Sicherheitsleine verbindet das Board mit dem Paddler und sorgt auf ruhigen Gewässern dafür, dass es nicht wegschwimmen kann. Auch sollte man immer mindestens zu zweit unterwegs sein und möglichst an der Uferlinie entlangpaddeln.

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