Schwarzarbeit in  Vereinslokal: Knast für Kellnerin

Fürstenfeldbruck - Zu viel gewollt hat eine Frau aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck: Sie verdiente ihr Geld als Kellnerin, kassierte aber auch Arbeitslosengeld. Jetzt bekam sie dafür die Quittung.

Das Amtsgericht Fürstenfeldbruck verurteilte die 58-Jährige wegen Betrugs zu einem Jahr und acht Monaten Freiheitsstrafe und 300 Sozialstunden. Insgesamt hatte sich die Frau über 40.000 Euro Arbeitslosengeld erschlichen. Nach den Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit München hat die Frau über fünf Jahre lang als Bedienung in einer Vereinsgaststätte im Landkreis Fürstenfeldbruck gearbeitet, dies jedoch der Arbeitsagentur und später der für das Arbeitslosengeld II zuständigen Arbeitsgemeinschaft verschwiegen. Sie habe nach eigenen Angaben für drei Tage pro Woche lediglich 400 Euro erhalten. Weil sie aber von ihren Arbeitgebern ohnehin nicht angemeldet wurde, habe sie nach eigenen Angaben auch darauf verzichtet, ihr Einkommen den Behörden mitzuteilen und so doppelt „kassiert“.

Da die Angeklagte zwischenzeitlich Frührentnerin ist, sah das Gericht von der Möglichkeit einer Geldstrafe oder anderweitigen Zahlung im Urteil ab. Stattdessen muss die geständige Arbeitnehmerin nun 300 Sozialstunden ableisten, um so den Schaden am Sozialsystem wenigstens teilweise wieder gut zu machen. Die Betreiber der Vereinsgaststätte, ein Ehepaar haben wegen der Nichtanmeldung der Arbeitnehmerin bereits Strafbefehle in Höhe von 3.250 Euro und 2.000 Euro erhalten.

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