Andere Bäckereien helfen Müller-Brot

Neufahrn - Noch immer ist die Reinigung der Produktionszentrale von Müller-Brot nicht abgeschlossen - andere Bäckereien müssen mit Waren aushelfen. Unterdessen äußerte sich der Gründer der Großbäckerei entsetzt über die hygienischen Mängel.

Bis vor wenigen Wochen war die Geschichte der Firma Müller-Brot eine Erfolgsgeschichte: Nachdem Hans Müller sich im Alter von 19 Jahren entschieden hatte, die elterliche Bäckerei zu verkaufen und Großbäcker zu werden, ging es steil bergauf mit Müller-Brot. Im Jahr 2000 war die Kette Europas viertgrößter Backwarenhersteller. Drei Jahre später übergab der Gründer und Konzernchef das Zepter an Klaus Ostendorfer. Heute steckt Müllers früheres Unternehmen tief in der Krise - und die Gründerfamilie ist Medienberichten zufolge bestürzt über die hygienischen Mängel.  Unter seiner Führung habe es solche Mängel nicht gegeben, sagte Müller einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zufolge. Er sei "entsetzt" über den Skandal. Wie berichtet, musste Müller-Brot die Produktion einstellen, nachdem das Gesundheitsamt eklatante Verunreinigungen, etwa durch Mäusekot, in der Bäckerei gefunden hatte.

Diese Mängel sind offenbar immer noch nicht behoben. Letzte Woche hatte das Unternehmen auf seiner Homepage noch angekündigt, man bemühe sich, bis zum Ende der Woche alle "Wartungen" abzuschließen. Offenbar dauern die Reinigungsarbeiten länger als zunächst angenommen.

Obwohl Müller derzeit nicht produzieren kann, geht den Filialen das Brot nicht aus. Das liegt laut Medienberichten an der Unterstützung acht anderer Bäckereien, die Müller-Brot vorübergehend beliefern. Zunächst hatte wie berichtet Hofpfister geholfen, diese Hilfe aber eingestellt, nachdem bekannt wurde, dass es um Hygienemängel geht.

mm

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