Angeblicher Bubenjäger nur ein Opa

Mammendorf - Seit einiger Zeit geistern Gerüchte durch Mammendorf, wonach ein Mann gezielt Buben ansprechen soll, um sie in sein Auto zu locken. E-Mails kursieren in hundertfacher Kopie.

Die Polizei ist dem Fall nachgegangen und warnt eindringlichst vor Panikmache.

„Es ist verantwortungslos, solche Hysterie-Meldungen zu verbreiten“, sagt Polizeisprecher Michael Fischer. In einer E-Mail werde behauptet, ein Bub sei nur knapp einer Katastrophe entgangen. Das werde einfach so behauptet, ohne Rücksprache mit der Polizei. Dabei sind die Beamten dem Gerücht, das unter anderem von Elternbeiräten verbreitet wird, auf den Grund gegangen und haben den Ausgangspunkt eruiert: Ein Senior wollte seinen Enkel in der Schule abholen, wusste aber nicht, in welcher Klasse dieser sitzt. Also habe er in der Tat Buben angesprochen. Nicht aber, um ihnen etwas anzutun, sondern um seinen Enkel zu finden.

Seither hätten sich flüsterpostartig übelste Befürchtungen verbreitet. Fischer betont: „Wir nehmen alle Hinweise sehr ernst. Wir wären die ersten, die warnen würden. Die Eltern dürfen sich darauf verlassen, dass wir alles tun.“

Wie Fischer erzählt, habe es in Mammendorf vor drei Jahren einen ähnlichen Fall gegeben. Damals hieß es, der Fahrer eines verdunkelten Klein-Lasters spreche Buben an. „Wir sind dem bis ins letzte Detail nachgegangen.“ Ergebnis: Ein harmloses Ereignis verselbstständigte sich zur Panikgeschichte.

Fischer will nichts verharmlosen. Er wirbt nur um Vertrauen in die Polizei. „Wir behandeln alles mit größtem Ernst.“ Panik zu verbreiten sei kontraproduktiv.

st

Rubriklistenbild: © ap

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